Lexikon

Chinaseuche

Wildkrankheiten · auch RHD, Hämorrhagische Kaninchenkrankheit

Als Chinaseuche bezeichnet man die Hämorrhagische Kaninchenkrankheit, kurz RHD, eine hoch ansteckende, oft tödliche Viruserkrankung von Wild- und Hauskaninchen.

Den Namen hat sie, weil sie 1984 zuerst in China beschrieben wurde. Erreger ist ein Calicivirus, das eng mit dem Erreger der EBHS des Feldhasen verwandt ist. Es wird durch direkten Kontakt, über verunreinigtes Futter und Gegenstände sowie durch Fliegen und blutsaugende Parasiten wie Flöhe übertragen und bleibt in der Umwelt lange ansteckend.

Oft sterben die Kaninchen plötzlich, ohne vorher krank zu wirken; manche zeigen kurz zuvor Teilnahmslosigkeit, Atemnot oder blutigen Nasenausfluss. Beim Aufbrechen fallen eine veränderte, brüchige Leber und Blutungen in den Organen auf. Die Seuche kann Kaninchenbestände stark einbrechen lassen und verursacht viel Fallwild. Eine neuere Virusvariante befällt in Einzelfällen auch Feldhasen. Für Menschen ist die Krankheit ungefährlich, Hauskaninchen lassen sich impfen. Nachweise müssen Labore und Tierärzte der Behörde melden.

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand 23.10.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung verfasst und ersetzt nicht die Vorschriften des jeweiligen Bundeslands. KI-Transparenz · Redaktion