Wildbiologie · Jägersprache

Bussard

auch: Bussarde

Bussarde sind mittelgroße Greifvögel mit breiten, gerundeten Flügeln und kurzem Stoß, die oft kreisend segeln; in Deutschland prüfungsrelevant sind Mäuse-, Wespen- und Raufußbussard.

Was ist ein „Bussard“?

Mit Bussard wird eine Gruppe von Greifvögeln bezeichnet, die im Flug durch breite Schwingen und einen vergleichsweise kurzen Stoß – so heißt in der Jägersprache der Schwanz des Federwildes – auffallen. Typisch ist der kreisende Segelflug, mit dem sie offenes Gelände absuchen. Wie alle Greifvögel im engeren Sinn besitzen sie einen Hakenschnabel, kräftige Fänge und ein sehr gutes Sehvermögen und sind überwiegend am Tag aktiv. Für angehende Jäger ist wichtig: Bussarde werden nicht als regulär bejagbares Wild gelernt, sondern als geschützte Greifvögel, deren Bestimmung und Schutz man kennen muss.

Mäusebussard, Wespenbussard und Raufußbussard unterscheiden

Die drei Arten ähneln sich, lassen sich aber über Silhouette, Jahreszeit, Nahrung sowie Kopf- und Stoßmerkmale trennen. Der Mäusebussard ist in seiner Färbung äußerst variabel, sodass die Farbe allein nicht zur Bestimmung reicht; ihn kennzeichnen breite Flügel, ein kurzer, abgerundeter Stoß und häufiges Kreisen. Der Wespenbussard hat einen auffallend kleinen Kopf und einen längeren Stoß. Er hält sich nur im Sommer bei uns auf, ernährt sich vor allem von Insekten und Wespenbrut und überwintert in Afrika. Der Raufußbussard dagegen kommt als Wintergast; er trägt befiederte Läufe und zeigt einen hellen Stoß mit dunkler Endbinde.

Schutz und Nahrung

Greifvögel sind über das Vogelschutz- und Artenschutzrecht geschützt; für Vögel ist die FFH-Richtlinie nicht die maßgebliche Hauptkategorie. Horstschutz und Störungsverbote gehören ausdrücklich zum Prüfungswissen. Als Nahrung nutzen Bussarde vor allem Mäuse und andere Kleinsäuger, daneben kann Aas eine Rolle spielen. Die Vorstellung, Greifvögel seien jagdlich zu bekämpfende Schädlinge, gilt als typischer Denkfehler.

„Bussard“ in der Jägerprüfung

Im Fragenbestand taucht der Bussard nur vereinzelt direkt auf, etwa bei der Frage, welche Art den Winter in Afrika verbringt – das ist der Wespenbussard. Im Fach Wildbiologie wird er aber im Rahmen der Greifvogelbestimmung gebraucht: Prüflinge sollen Bussarde nach Flugbild von Milanen, Weihen, Habicht, Sperber und Falken abgrenzen können. Ein häufiger Fehler ist, jede helle Farbvariante des Mäusebussards für eine eigene Art zu halten.

Häufige Fragen zu „Bussard“

Welcher Bussard zieht im Winter nach Afrika?

Der Wespenbussard. Er ist Sommergast und frisst überwiegend Insekten, besonders Wespenbrut, die im Winter nicht verfügbar ist.

Woran erkennt man einen Raufußbussard?

Er ist Wintergast und hat befiederte Läufe. Auffällig ist der helle Stoß mit einer dunklen Binde am Ende.

Dürfen Bussarde bejagt werden?

Bussarde werden in der Ausbildung nicht als regulär bejagbares Wild behandelt. Sie stehen als Greifvögel unter dem Schutz des Vogel- und Artenschutzrechts.

„Bussard“ kommt in 1 Prüfungsfragen vor

So oft taucht der Begriff in unserem Fragenbestand aus Wildbiologie und den übrigen Sachgebieten auf. Übe die Fragen dazu im Trainer, bis du sie sicher beantwortest.

Kostenlos Prüfungsfragen üben

Verwandte Begriffe

Weitere Begriffe aus Wildbiologie

DachsBrunftDamwildBodenbrüterDeckeBlumeDuftdrüseBlattzeitAlle Begriffe aus Wildbiologie

Redaktion Jagdprüfung.de · Stand: 27.09.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung auf Grundlage unserer eigenen Wissensartikel verfasst und automatisiert gegen diese Quellen geprüft. Er ersetzt nicht die für dein Bundesland geltenden Vorschriften. KI-Transparenz · Redaktion

Bussard: Bedeutung in der Jägersprache | Jagdprüfung.de