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Adulter Habicht mit charakteristischer Querbanderung der Unterseite und weißem Überaugenstreif.
Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Habicht
Großer heimischer Greifvogel (Accipiter gentilis) der Familie Habichtartige, der als jagdbarer Vogel dem Jagdrecht unterliegt und ganzjährig geschont ist.
Der Habicht (Accipiter gentilis) ist der größte heimische Vertreter der Habichtartigen. Er ist ein leistungsfähiger Jäger, der Tauben, Fasane und andere Vögel sowie Kaninchen erbeutet. Als Greifvogel ist er ganzjährig geschützt, unterliegt aber dem Jagdrecht und wird in der Falknerei eingesetzt.
Definition und Systematik
Der Habicht (Accipiter gentilis) gehört zur Familie der Habichtartigen (Accipitridae). Er ist eine mittelgroße bis große Greifvogelart mit breiten, abgerundeten Flügeln und langem Schwanz, die ihn zur Jagd im dichten Wald befähigt. Das Weibchen ist deutlich größer als das Männchen (Umkehrung des Sexualdimorphismus).
Erkennungsmerkmale
Erwachsene Habichte haben eine grau-braune Oberseite und eine fein quergebänderte, weißliche Unterseite. Charakteristisch ist der breite, weiße Überaugenstreif. Jungvögel sind braun mit Längsstreifen. Körperlänge: 48–62 cm, Spannweite: 89–122 cm. Das Weibchen kann so groß wie ein Bussard werden.
Lebensweise und Jagdverhalten
Der Habicht ist ein Standvogel mit großem Revier (bis 3.000 ha). Er jagt im schnellen Flug durch den Wald und überrascht seine Beute (Ringeltauben, Fasane, Kaninchen, andere Vögel). Sein Nest (Horst) baut er in alten Bäumen und nutzt es über viele Jahre. Die Brutzeit ist März bis Mai.
Schutzstatus und Jagdrecht
Der Habicht ist in Deutschland ganzjährig geschont, unterliegt aber dem Jagdrecht. Er ist nach der EU-Vogelschutzrichtlinie streng geschützt. Falknerei mit Habichten ist unter bestimmten Voraussetzungen (Falknerschein) zulässig. Das Töten ist strafbar.
Prüfungsrelevanz
Prüfungsthemen: Unterschied Habicht und Sperber (der Sperber ist kleiner), Schutzstatus, Erkennungsmerkmale, Verwechslung mit Mäusebussard.
Verwandte Begriffe
Relevante Wildarten