Aaskäfer
Aaskäfer sind eine Käferfamilie, deren Arten und Larven sich von Tierkadavern ernähren, zu ihnen gehören die Totengräber.
In Mitteleuropa leben knapp 30 Arten. Sie finden Kadaver über den Geruch oft schon nach kurzer Zeit und tragen dazu bei, dass verendete Kleintiere rasch verschwinden. Viele Aaskäfer sind flach und schwarz; die Totengräber dagegen tragen zwei orangerote Querbinden auf den schwarzen Flügeldecken und haben keulenförmig verdickte Fühler.
Totengräber betreiben Brutpflege: Ein Paar gräbt eine tote Maus oder einen kleinen Vogel ein, entfernt Fell oder Federn und hält den Fleischballen mit Sekreten frisch. Das Weibchen legt seine Eier daneben und füttert die Larven anfangs mit vorverdautem Brei. Der Begriff Totengräber bezeichnet in der Jägersprache zudem einen Hund, der Wild vergräbt, statt es zu bringen.
Verwandte Begriffe
- FallwildFallwild nennt man Wild, das nicht durch die Jagd getötet wurde, sondern eingegangen ist und verendet aufgefunden wird, etwa nach Krankheit oder Entkräftung.
- LaufkäferLaufkäfer sind eine artenreiche Familie meist räuberischer, flinker Bodenkäfer, die meist nachts Insekten, Schnecken und Würmer jagen.
- AnschneidenAnschneiden nennt man es, wenn ein Jagdhund verendet gefundenes oder selbst gegriffenes Wild anfrisst; ein Hund mit dieser Unart heißt Anschneider.
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