Anschneiden
Anschneiden nennt man es, wenn ein Jagdhund verendet gefundenes oder selbst gegriffenes Wild anfrisst; ein Hund mit dieser Unart heißt Anschneider.
Der Hund reißt das Stück an und frisst vom Wildbret oder vom Gescheide, wodurch es entwertet wird. Anschneiden gilt als schwerer Fehler; auf HZP und VGP können Anschneider nicht bestehen. Verwandte Unarten sind das Vergraben von Wild, das den Totengräber kennzeichnet, und das Knautschen.
Beim Aufbrechen hat das Wort eine andere Bedeutung: Dort meint es, dass der Jäger Pansen oder Gescheide versehentlich mit dem Messer verletzt.
Verwandte Begriffe
KnautschenKnautschen nennt man es, wenn ein Jagdhund gebrachtes Wild beim Aufnehmen oder Tragen so fest und wiederholt zusammendrückt, dass das Wildbret Schaden nimmt.TotverbellenTotverbellen heißt, dass ein Jagdhund ein verendetes Stück Wild, das er in freier Suche gefunden hat, anhaltend verbellt, bis sein Führer zu ihm kommt.ApportierenApportieren heißt, dass ein Hund Wild oder einen Gegenstand aufnimmt, ruhig zu seinem Führer trägt und es ihm auf Befehl ausgibt.GescheideGescheide nennt die Jägersprache den Magen-Darm-Trakt des Wildes, unterteilt in großes Gescheide, die Mägen, und kleines Gescheide, die Därme.AufbrechenAufbrechen nennt der Jäger das Öffnen der Bauch- und Brusthöhle eines erlegten Stückes, vor allem beim Schalenwild, und das Herausnehmen der inneren Organe.