Jagdhunde

Apportieren

auch: Bringen, Apport, Verlorenbringen

Apportieren heißt, dass ein Jagdhund Wild oder einen Gegenstand aufnimmt, ruhig trägt, zum Hundeführer bringt und sauber ausgibt. Beim Verlorenbringen sucht er dazu verlorenes Niederwild.

Was bedeutet „Apportieren“?

Apportieren beschreibt in der Jagdhundearbeit das Bringen: Der Hund nimmt ein Stück Niederwild wie Hase, Fasan oder Ente auf, trägt es ruhig, bringt es zum Führer und gibt es aus. Wird das Wild vorher gesucht, spricht man vom Verlorenbringen oder von der Verlorensuche. Diese Arbeit ist die zentrale Leistung eines zur Nachsuche auf Niederwild brauchbaren Hundes. Bringfreude kann angeboren sein, sauberes Apportieren muss dagegen planmäßig aufgebaut werden. Härte gegen den Hund ist dabei kein Ausbildungsprinzip.

Apport in der Ausbildung

Die Jagdhundeausbildung zerlegt den Apport in Teilschritte: korrektes Aufnehmen, ruhiges Tragen, Bringen und Ausgeben. Geübt wird unter anderem mit einem Dummy. Hinzu kommt die Wasserarbeit, bei der der Hund aus Wasser und Deckung sucht und bringt. Bei Apportierhunden liegen die Schwerpunkte auf Markieren, Einweisen, Verlorensuche und sauberem Bringen; bei Vorstehhunden gehört der Apport neben Suche, Vorstehen, Wasser- und Feldarbeit zum Programm. Für Wasserwild steht sichere Apportier- und Wasserarbeit bei der Auswahl des Hundes im Vordergrund.

Apportieren über die Reviergrenze

Flüchtet ein krankgeschossener Hase bei einer Treibjagd ins Nachbarrevier und verendet dort, stellt sich die Frage der Wildfolge. Nach einer Prüfungsfrage darf der Inhaber des Reviers, in dem der Hase beschossen wurde, ihn aufnehmen und fortschaffen, wenn ein Hund ihn apportiert; der Nachbar ist anschließend zu informieren. Für Niedersachsen wird außerdem abgefragt, dass der Revierinhaber seinen Hund zum Apportieren schicken oder den Hasen mit der Flinte über die Grenze selbst holen darf. Maßgeblich sind die jeweiligen Wildfolgeregeln des Landes.

„Apportieren“ in der Jägerprüfung

Im Fach Jagdhundewesen wird gefragt, welche Arbeit ein Hund für Niederwild leisten muss (Verlorensuche und Bringen), welche Hundegruppen dafür geeignet sind und welche Ausbildungsbausteine zum Apport gehören. Hinzu kommen Wildfolgefälle an der Reviergrenze. Häufiger Fehler: Anlage und Ausbildung gleichsetzen.

Häufige Fragen zu „Apportieren“

Welche Hunde eignen sich zum Apportieren?

Für das Verlorenbringen gelten Apportierhunde, Vorstehhunde und Stöberhunde als geeignet. Bei Wasserwild kommt es besonders auf sichere Wasserarbeit an.

Was ist der Unterschied zwischen Apportieren und Verlorensuche?

Apportieren ist das Bringen selbst. Bei der Verlorensuche muss der Hund das Wild zunächst mit der Nase finden und bringt es dann.

„Apportieren“ kommt in 77 Prüfungsfragen vor

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand: 27.09.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung auf Grundlage unserer eigenen Wissensartikel verfasst und automatisiert gegen diese Quellen geprüft. Er ersetzt nicht die für dein Bundesland geltenden Vorschriften. KI-Transparenz · Redaktion

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