Federn
Federn heißen in der Jägersprache die langen Borsten auf dem Rücken des Schwarzwildes, besonders auf dem Widerrist.
In der Winterschwarte sind sie am längsten. Bei Erregung stellt die Sau die Federn auf, sodass sich entlang der Rückenlinie ein Kamm bildet. Aus den langen Federn vom vorderen Rücken eines Keilers bindet man den Saubart, einen Hutschmuck.
Mit dem Gefieder der Vögel hat das Wort hier nichts zu tun. Es gehört wie Teller und Gebrech zu den Körperteilnamen des Schwarzwildes.
Verwandte Begriffe
SchwarteSchwarte heißt in der Jägersprache die Haut des Schwarzwildes samt Borsten; auch die Haut des Dachses wird so genannt.SchwarzwildSchwarzwild ist die jagdliche Bezeichnung für das Wildschwein; es zählt zum Schalenwild, ist aber als einzige Art dieser Gruppe kein Wiederkäuer.TellerTeller heißen in der Jägersprache die Ohren des Schwarzwildes, also von Keiler, Bache, Überläufer und Frischling.GebrächGebräch nennt die Jägersprache den Boden, den Schwarzwild bei der Nahrungssuche aufgewühlt hat; der Rüssel der Sau selbst heißt Gebrech.GamsbartEin Gamsbart ist ein pinselförmig gebundener Hutschmuck aus den langen Rückenhaaren des Gamsbocks im Winterhaar.TrophäeEine Trophäe ist ein haltbarer Teil eines erlegten Stückes, den der Jäger als Erinnerung aufbewahrt, etwa Geweih, Gehörn, Keilerwaffen oder Grandeln.