Jägersprache
Die Jägersprache ist die über Jahrhunderte gewachsene Fachsprache der Jäger, mit eigenen Wörtern für Wild, Körperteile, Verhalten und Jagdbetrieb.
Sie benennt Dinge genauer, als es die Alltagssprache kann, und unterscheidet oft nach Wildart. So heißen die Augen beim Schalenwild Lichter, die Ohren bei Fuchs und Dachs Gehöre, beim Hasen Löffel; der Schwanz des Fuchses ist die Lunte oder Standarte, das Blut des Wildes heißt Schweiß. Auch für Verhalten und Jagdbetrieb gibt es eigene Ausdrücke, etwa verhoffen, ansprechen, Strecke oder Bruch.
Die Jägersprache, auch Waidmannssprache genannt, gehört zum jagdlichen Brauchtum. Sie dient der knappen, eindeutigen Verständigung unter Jägern und ist zugleich ein Zeichen der Zugehörigkeit. Wer sie richtig gebraucht, vermeidet Verwechslungen, etwa zwischen Gehörn und Geweih.