Schmeißfliegen
Schmeißfliegen sind metallisch blau oder grün glänzende Fliegen, die ihre Eier an Aas, offenes Fleisch und Wunden legen, gerade auch an aufgebrochenes Wildbret.
Bekannt sind die Blauen Schmeißfliegen und die grün glänzenden Goldfliegen. Sie werden vom Geruch angelockt und legen ihre Eier in Paketen an Schusswunden, Aufbruch, Bauchhöhle und Schnittstellen. Bei warmem Wetter schlüpfen die Maden oft schon nach einem Tag und fressen sich ins Gewebe; dabei tragen die Fliegen auch Keime ins Wildbret.
Für die Wildbrethygiene heißt das: Das Stück rasch aufbrechen, kühlen und in einer fliegendichten Wildkammer aufhängen, im Sommer nicht offen im Freien lassen. Befallene Stellen werden großzügig ausgeschnitten. Manche Arten legen ihre Eier auch in Wunden lebender Tiere, deren Maden dort das Gewebe angreifen. Hirschlausfliegen und Dasselfliegen legen dagegen keine Eier an Wildbret.
Verwandte Begriffe
Mit künstlicher Intelligenz erzeugte AbbildungWildkammer
Mit künstlicher Intelligenz erzeugte AbbildungHirschlausfliege
- WildbrethygieneWildbrethygiene umfasst alle Regeln und Handgriffe, mit denen der Jäger dafür sorgt, dass aus erlegtem Wild ein einwandfreies Lebensmittel wird.
- AufbrechenAufbrechen nennt der Jäger das Öffnen der Bauch- und Brusthöhle eines erlegten Stückes, vor allem beim Schalenwild, und das Herausnehmen der inneren Organe.
- AuskühlenAuskühlen nennt man das rasche Abkühlen des erlegten und aufgebrochenen Wildkörpers, damit das Wildbret nicht verhitzt.
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