Zwergschlammschnecke
Die Zwergschlammschnecke ist eine nur wenige Millimeter große Wasserschnecke nasser Wiesen und Gräben und der Zwischenwirt des Großen Leberegels.
Ihr spitz kegelförmiges, rechtsgewundenes, bräunliches Gehäuse ist meist fünf bis zehn Millimeter hoch. Sie lebt amphibisch am Rand von Tümpeln, Gräben, langsamen Bächen, Quellsümpfen und in wassergefüllten Trittsiegeln des Viehs. Trockenzeiten übersteht sie eingegraben im Schlamm.
Aus den Eiern des Großen Leberegels, die mit der Losung ins Wasser gelangen, schlüpfen Larven, die in die Schnecke eindringen und sich dort vermehren. Später schwärmen weitere Larven aus und kapseln sich an Gräsern ein, wo Reh, Rotwild, Rind und Schaf sie beim Äsen aufnehmen. Der Große Leberegel ist deshalb dort häufig, wo Wild und Weidevieh auf nassen Flächen äsen; Entwässerung und Auszäunen solcher Stellen senken das Risiko.
Verwandte Begriffe
Mit künstlicher Intelligenz erzeugte AbbildungGroßer Leberegel
Mit künstlicher Intelligenz erzeugte AbbildungKleiner Leberegel
- ZwischenwirtAls Zwischenwirt bezeichnet man ein Tier, in dem ein Parasit eine Entwicklungsstufe durchläuft, ohne dort geschlechtsreif zu werden.
- LandschneckenLandschnecken sind an Land lebende Gehäuse- und Nacktschnecken, die mehreren Parasiten des Wildes und des Hundes als Zwischenwirt dienen.
- FeuchtgebietFeuchtgebiet ist der Sammelbegriff für Lebensräume, die dauernd oder zeitweise von Wasser geprägt sind, etwa Moore, Sümpfe, Feuchtwiesen und flache Gewässer.
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