Wildbiologie · Jägersprache

Losung

auch: Wildkot

Losung ist das Wort der Jägersprache für den Kot des Wildes. Sie gehört zu den Pirschzeichen und hilft, Wildvorkommen im Revier nachzuweisen.

Was bedeutet „Losung“?

Mit Losung bezeichnet der Jäger die Ausscheidungen des Wildes, also seinen Kot. Der Begriff gilt artübergreifend, vom Schalenwild über Hase und Kaninchen bis zu Raubwild und Federwild. Zusammen mit Fährte, Trittsiegel, Verbiss sowie Fege- und Plätzstellen zählt die Losung zu den Pirschzeichen, aus denen sich ablesen lässt, welche Arten ein Revier nutzen. Allein reicht sie für eine sichere Bestimmung aber selten aus. Gangbild, Umgebung und weitere Zeichen werden stets gemeinsam betrachtet, denn die Losung ergänzt das Gesamtbild, ersetzt es aber nicht.

Typische Losung verschiedener Wildarten

Wildkaninchen setzen ihre Losung gehäuft auf festen Kotplätzen in der Nähe des Baues ab. Beim Alpenschneehasen ist sie rundlich bis leicht abgeplattet und liegt an Äsungs- und Ruheplätzen. Wiesel hinterlassen kleine, gedrehte Losung von marderartiger Form; auch der Iltis setzt marderartige Losung ab, gern an erhöhten oder auffälligen Stellen. Beim Fasan ist sie walzenförmig und je nach Nahrung hell oder dunkel. Raubwild nutzt die Losung zudem zur Markierung: Der Fuchsrüde setzt Urin und Losung an exponierten Punkten ab, und Wölfe grenzen ihr Territorium unter anderem mit Losung, Duftmarken und Heulen ab.

Losung als Hinweis auf Krankheiten

Für die Wildgesundheit ist die Losung ebenfalls aufschlussreich. Coccidieneier gelangen mit ihr ins Freie, und auch die Larven des Großen Lungenwurms werden überwiegend über die Losung ausgeschieden. Beim Rehwild deuten ein mit Losung verschmutzter Spiegel und ein verzögertes Verfärben auf Befall mit Darmwürmern hin. In der Wildtierbewirtschaftung wird die Losung außerdem gezielt untersucht, um Rückschlüsse auf Bestandsdichte und Gesundheitszustand zu ziehen.

„Losung“ in der Jägerprüfung

Häufig verlangt die Prüfung, Anzeichen für das Vorkommen von Reh- oder Rotwild aufzuzählen; neben Fährten, Plätzstellen und Verbiss gehört die Losung dazu. Weitere Schwerpunkte sind die gehäufte Kaninchenlosung, die Reviermarkierung des Fuchses und der Weg von Parasiten über die Losung. Fehlerquelle ist die Annahme, eine Losung allein beweise sicher die Wildart.

Häufige Fragen zu „Losung“

Woran erkennt man Rehwild im Revier?

Hinweise geben Fährten, Plätzstellen, Verbiss und Losung. Erst mehrere solcher Zeichen zusammen erlauben eine verlässliche Aussage.

Was ist typisch für Kaninchenlosung?

Sie liegt gehäuft auf festen Kotplätzen, meist nahe dem Bau. Einzelne verstreute Losung ist beim Kaninchen weniger typisch.

Welche Parasiten werden mit der Losung ausgeschieden?

Unter anderem Coccidieneier und die Larven des Großen Lungenwurms. Ein Teil der Lungenwurmlarven wird allerdings ausgehustet.

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand: 27.09.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung auf Grundlage unserer eigenen Wissensartikel verfasst und automatisiert gegen diese Quellen geprüft. Er ersetzt nicht die für dein Bundesland geltenden Vorschriften. KI-Transparenz · Redaktion

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