Äsen
Äsen heißt in der Jägersprache die Nahrungsaufnahme des Wildes, vor allem des Schalenwildes und der Hasen; die Nahrung selbst heißt Äsung.
Man sagt, die Ricke äst am Waldrand oder der Hase äst auf dem Feld. Wiederkäuendes Schalenwild klemmt die Äsung zwischen den unteren Schneidezähnen und der Kauplatte des Oberkiefers ein, reißt sie ab und kaut sie später in Ruhe wieder. Den Verbiss des Rehwildes erkennt man deshalb an ausgefransten Bissstellen, beim Hasen sind sie glatt wie geschnitten.
Vom Schwarzwild, das mit dem Gebrech den Boden nach Nahrung umwühlt, sagt man, es bricht; die aufgewühlten Stellen heißen Gebräch.
Verwandte Begriffe
ÄsungÄsung heißt in der Jägersprache die Nahrung des Wildes, besonders des Schalenwildes, der Hasen und Kaninchen sowie des pflanzenfressenden Federwildes.ÄserÄser nennt der Jäger das Maul des Schalenwildes, etwa bei Reh, Rothirsch, Damwild und Gams; auch beim Hasen ist das Wort gebräuchlich.VerbissAls Verbiss bezeichnet man das Abbeißen von Knospen, Trieben und Blättern junger Bäume und Sträucher durch Wild.WiederkäuerWiederkäuer sind Paarhufer, die ihre Nahrung zunächst grob abschlucken, später wieder hochwürgen und gründlich zerkauen; dazu gehört fast alles Schalenwild.GebrächGebräch nennt die Jägersprache den Boden, den Schwarzwild bei der Nahrungssuche aufgewühlt hat; der Rüssel der Sau selbst heißt Gebrech.