Lexikon

Trichinen

Wildkrankheiten · auch Trichinellen

Trichinen sind winzige Fadenwürmer der Gattung Trichinella, deren Larven sich in der Muskulatur von Fleisch- und Allesfressern wie dem Wildschwein einkapseln.

In Mitteleuropa kommen vor allem Trichinella spiralis und Trichinella britovi vor. Wirte sind beim Wild Wildschwein, Fuchs, Dachs, Marderhund, Waschbär, Luchs und Wolf, daneben Ratten; auch die Nutria kann befallen sein. Reine Pflanzenfresser wie Reh oder Feldhase sind praktisch frei davon. Ein Tier steckt sich an, wenn es Fleisch mit eingekapselten Larven frisst, etwa von Kadavern; Wildschweine zum Beispiel an liegen gelassenen Fuchskernen.

Im Dünndarm werden die Larven frei und wachsen in wenigen Tagen zu Würmern heran. Die Weibchen bringen lebende Larven zur Welt, die über Lymphe und Blut in gut durchblutete Muskeln wie Zwerchfell, Kau- und Zungenmuskulatur wandern. Dort kapseln sie sich ein und bleiben jahrelang ansteckend. Mit bloßem Auge sind sie kaum zu erkennen, nachweisen lassen sie sich nur durch die Trichinenuntersuchung. Wildbret mit Trichinen ist nicht genusstauglich und wird unschädlich beseitigt.

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand 23.10.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung verfasst und ersetzt nicht die Vorschriften des jeweiligen Bundeslands. KI-Transparenz · Redaktion