Stechmücken
Stechmücken sind schlanke, langbeinige Mücken, deren Weibchen Blut saugen und dabei Erreger wie das Myxomatosevirus und das West-Nil-Virus übertragen können.
Sie haben zwei schmale Flügel, sechs lange Beine und einen langen Stechrüssel. Nur die Weibchen saugen Blut, das sie für die Entwicklung ihrer Eier brauchen; die Männchen leben von Pflanzensäften. Die Eier werden auf oder an stehendes Wasser gelegt, die Larven wachsen in Tümpeln, Gräben, Pfützen und Regentonnen heran.
Beim Wildkaninchen sind Stechmücken im Sommer die wichtigsten Überträger der Myxomatose. Das West-Nil-Virus kreist zwischen Mücken und Vögeln und kann auf Pferde und Menschen übergehen; in Deutschland wurde es seit 2018 nachgewiesen. Das Usutu-Virus löste Amselsterben aus, und bei Hunden übertragen Stechmücken Fadenwürmer wie den Hautwurm. Trichinen, Kokzidien und Leberegel werden dagegen nicht von Mücken übertragen, sondern mit der Nahrung aufgenommen.
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