Zecke
Die Zecke ist ein blutsaugendes Spinnentier, das Wild, Hunde und Menschen befällt und Krankheitserreger wie FSME-Viren und Borrelien übertragen kann.
Erwachsene Zecken haben acht Beine, die Larven sechs. In Deutschland ist der Gemeine Holzbock am häufigsten; die Auwaldzecke überträgt beim Hund die Babesiose. Der Holzbock entwickelt sich vom Ei über Larve und Nymphe zum erwachsenen Tier und braucht für jeden Schritt eine Blutmahlzeit an einem neuen Wirt, von der Maus bis zum Reh. Er lauert in Gras, Kraut und Gebüsch und lässt sich von vorbeistreifenden Tieren oder Menschen abstreifen. Aktiv ist er vor allem von Frühjahr bis Herbst, an milden Tagen auch im Winter.
Neben FSME und Borreliose können Zecken Anaplasmose, Babesiose und Tularämie übertragen. Das Wildbret beeinträchtigt selbst ein starker Zeckenbefall nicht. Nach dem Revierbesuch suchen Jäger sich und ihren Hund gründlich ab. Eine festgesogene Zecke wird mit Pinzette oder Zeckenkarte hautnah gefasst und langsam und gerade herausgezogen, ohne sie vorher mit Öl oder Klebstoff zu behandeln; danach wird die Stelle desinfiziert und einige Wochen beobachtet.