Lexikon

Riesenleberegel

Wildkrankheiten · auch Großer Amerikanischer Leberegel, Amerikanischer Riesenleberegel

Der Riesenleberegel ist ein aus Nordamerika eingeschleppter, bis zu zehn Zentimeter langer Leberegel, der vor allem Rotwild befällt und Rehen schwer schadet.

Fascioloides magna ist an Weißwedelhirsch und Wapiti angepasst und kam mit eingeführtem Wild nach Europa. In Deutschland tritt er seit 2009 vermehrt in Nordostbayern auf, vermutlich mit Wild aus Tschechien eingewandert; in Österreich ist er in den Donauauen östlich von Wien verbreitet. Wie der Große Leberegel braucht er Feuchtgebiete und Schlammschnecken als Zwischenwirte.

Endwirte sind vor allem Rot- und Damwild: In ihrer Leber kapseln sich die Egel in bindegewebigen Hohlräumen ein, die mit schwarzbrauner Flüssigkeit gefüllt sind; dazu kommen blutige oder vernarbte Bohrgänge. Ein geringer Befall bleibt oft unbemerkt. Im Reh, einem Fehlwirt, wandern die Egel dagegen ungehindert durch das Gewebe, sodass schon ein geringer Befall schwer krank machen oder töten kann. Befallene Lebern werden verworfen.

Verwandte Begriffe

Redaktion Jagdprüfung.de · Stand 23.10.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung verfasst und ersetzt nicht die Vorschriften des jeweiligen Bundeslands. KI-Transparenz · Redaktion