Jagdpraxis · Jägersprache

Waidmannsheil

auch: Weidmannsheil

Waidmannsheil ist der jagdliche Glückwunsch und Gruß unter Jägern. Man wünscht damit Jagderfolg oder gratuliert zu einem erlegten Stück; die Antwort darauf lautet „Waidmannsdank“.

Was bedeutet „Waidmannsheil“?

Waidmannsheil ist ein Ausdruck der Waidmannssprache. Im Alltag entspräche er einem „Viel Glück“ vor der Jagd oder einem „Herzlichen Glückwunsch“ nach einem Erfolg. Seinen festen Platz hat er bei der Übergabe des Schützenbruchs: Der Jagdherr überreicht dem erfolgreichen Schützen den Bruch mit dem Wort Waidmannsheil, und der Beglückwünschte erwidert Waidmannsdank. Der Gruß gehört damit zum jagdlichen Brauchtum, dem Erbe einer jahrhundertealten Tradition. Es umfasst ungeschriebene Regeln des Verhaltens, die Bruchzeichen als stumme Zeichensprache, feierliche Abläufe an der Strecke und die Signale des Jagdhorns.

Brüche, bei denen Waidmannsheil gewünscht wird

Mehrere Bruchzeichen begleiten den Moment nach dem Erlegen. Der Erlegerbruch ist ein Zweig, der mit dem Schweiß des erlegten Stückes benetzt wird; der Schütze trägt ihn rechts am Hut. Der Letzte Bissen wird dem erlegten männlichen Schalenwild in den Äser, beim Schwarzwild ins Gebräch gelegt, und zwar quer von rechts nach links. Der Inbesitznahmebruch kommt auf die linke Seite des Stückes und zeigt, dass der Erleger es in Besitz genommen hat. Andere Bruchzeichen haben praktische Aufgaben: Der Anschussbruch markiert die Stelle des Schusses, der zum Kreis gebogene Warnbruch warnt vor Gefahr.

Brauchtum und Waidgerechtigkeit

Hinter Gruß und Brauch steht die Waidgerechtigkeit, der ethische Kern der Jagd. Sie ruht auf drei Säulen: dem geschriebenen Recht, denn § 1 Abs. 3 BJagdG verpflichtet jeden Jäger auf die anerkannten Grundsätze deutscher Waidgerechtigkeit, dem jagdlichen Gewohnheitsrecht und der persönlichen Jagdethik mit Achtung vor dem erlegten Wild.

„Waidmannsheil“ in der Jägerprüfung

Das Wort selbst wird selten isoliert abgefragt. Es erscheint im Zusammenhang mit dem Schützenbruch, wenn beschrieben werden soll, wer den Bruch überreicht, mit welchem Gruß das geschieht und wo er getragen wird. Im mündlichen wie im schriftlichen Teil ist das Brauchtum insgesamt fester Prüfungsstoff, vor allem Bruchzeichen, Streckelegen und Jagdsignale.

Häufige Fragen zu „Waidmannsheil“

Wann sagt man Waidmannsheil?

Als Wunsch für einen guten Jagdverlauf und als Glückwunsch zum Erfolg. Besonders feierlich ist die Übergabe des Schützenbruchs, bei der der Jagdherr dem Erleger Waidmannsheil wünscht.

Was gehört außer Gruß und Antwort zum jagdlichen Brauchtum?

Die Waidmannssprache insgesamt, die Jagdsignale, das Legen und Verblasen der Strecke sowie die Bruchzeichen.

„Waidmannsheil“ kommt in 1 Prüfungsfragen vor

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand: 27.09.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung auf Grundlage unserer eigenen Wissensartikel verfasst und automatisiert gegen diese Quellen geprüft. Er ersetzt nicht die für dein Bundesland geltenden Vorschriften. KI-Transparenz · Redaktion

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