Lexikon

Wald-Wild-Konflikt

Hege

Als Wald-Wild-Konflikt bezeichnet man den Gegensatz zwischen den Zielen der Waldwirtschaft und Schalenwildbeständen, die junge Bäume verbeißen, schälen oder verfegen.

Reh-, Rot-, Dam-, Muffel- und Gamswild äsen Knospen und Triebe junger Bäume; Rot-, Dam- und Muffelwild schälen zudem Rinde, und Böcke und Hirsche fegen an Stämmchen. Bevorzugt verbissen werden gerade die Baumarten, die für einen gemischten, klimastabilen Wald gebraucht werden, etwa Tanne, Eiche und Ahorn. Wird der Verbiss zu stark, entmischt sich die Verjüngung, und es wachsen vor allem wenig verbissene Arten wie die Fichte auf.

Gelöst wird der Konflikt vor allem über angepasste Wildbestände, ergänzt durch Schwerpunktbejagung, Intervalljagd, Ruhezonen, Äsungsflächen und, wo nötig, Zäune oder Einzelschutz. Ob der Bestand tragbar ist, zeigt der Zustand der Verjüngung; in mehreren Ländern erstellen die Forstbehörden dazu regelmäßig Gutachten als Grundlage der Abschussplanung.

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand 23.10.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung verfasst und ersetzt nicht die Vorschriften des jeweiligen Bundeslands. KI-Transparenz · Redaktion