Jagdpraxis · Jägersprache

Waidmannsdank

Waidmannsdank ist die traditionelle Antwort eines Jägers auf den Glückwunsch „Waidmannsheil“ – etwa wenn ihm nach dem Erlegen eines Stückes der Bruch überreicht wird. Übersetzt bedeutet es schlicht „Danke“.

Was bedeutet „Waidmannsdank“?

Waidmannsdank gehört zur Waidmannssprache und ist das feste Gegenstück zu Waidmannsheil. Wer beglückwünscht wird, antwortet nicht mit einem alltäglichen „Danke“, sondern mit diesem jagdlichen Dankeswort. Der bekannteste Anlass ist die Übergabe des Schützenbruchs nach einem erfolgreichen Schuss: Der Jagdherr oder Jagdleiter wünscht dem Erleger Waidmannsheil, und dieser erwidert mit Waidmannsdank. Das Wortpaar ist damit Teil des jagdlichen Brauchtums, zu dem neben der Pflege der Waidmannssprache auch Jagdsignale, das Legen der Strecke und die Bruchzeichen gehören. Diese Bräuche haben neben ihrer feierlichen Seite auch einen handwerklichen Sinn.

Die Übergabe des Schützenbruchs

Der Schützenbruch, auch Überreichungsbruch genannt, wird dem Erleger vom Jagdleiter oder Jagdherrn überreicht, etwa auf dem Messer. Der Schütze nimmt ihn mit der rechten Hand entgegen, sagt Waidmannsdank und steckt ihn an die rechte Seite seines Hutes. Ist der Jäger allein, heftet er sich den Bruch selbst an die rechte Hutseite. Eng verwandt ist der Erlegerbruch, der mit dem Schweiß des erlegten Stückes benetzt und ebenfalls rechts am Hut getragen wird. Ihn gibt es bei Schalenwild, vielerorts auch bei Fuchs, Auer- und Birkhahn sowie beim Murmeltier.

Woraus der Bruch besteht

Für Brüche werden nur bruchgerechte Holzarten verwendet: Tanne, Fichte, Kiefer, Eiche und Erle, zusammengefasst in der Merkhilfe TaFiKiEiEr. Buche, Birke und Haselnuss gehören nicht dazu, obwohl sie häufig vorkommen. Gelegt werden Brüche stets mit der hellen Seite nach oben.

„Waidmannsdank“ in der Jägerprüfung

Die Prüfung fragt nach dem Ablauf beim Schützenbruch: wer ihn überreicht, mit welchen Worten er übergeben und erwidert wird und an welcher Hutseite er getragen wird. Ebenso wird erwartet, dass Prüflinge wissen, wie sich ein Jäger verhält, der allein jagt. Eine typische Falle ist die Hutseite: Erlegerbruch und Schützenbruch gehören rechts an den Hut, unabhängig davon, ob Schalenwild oder Federwild erlegt wurde.

Häufige Fragen zu „Waidmannsdank“

Was antwortet man auf Waidmannsheil?

Die jagdliche Antwort lautet Waidmannsdank. Sie ersetzt das gewöhnliche Danke, etwa bei der Übergabe des Schützenbruchs.

An welcher Seite trägt man den Schützenbruch?

An der rechten Hutseite. Das gilt auch, wenn sich ein allein jagender Jäger den Bruch selbst anheftet.

„Waidmannsdank“ kommt in 1 Prüfungsfragen vor

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand: 27.09.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung auf Grundlage unserer eigenen Wissensartikel verfasst und automatisiert gegen diese Quellen geprüft. Er ersetzt nicht die für dein Bundesland geltenden Vorschriften. KI-Transparenz · Redaktion

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