Hege

Streuobstwiese

auch: Obstwiese, Streuobstbestand

Eine Streuobstwiese ist eine traditionelle Grünlandfläche mit weit auseinanderstehenden hochstämmigen Obstbäumen; sie verbindet Wiesennutzung mit Obstbau und zählt zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas.

Was ist eine Streuobstwiese?

Auf einer Streuobstwiese stehen hochstämmige Obstbäume locker verteilt in großem Abstand, darunter wächst Grünland, das gemäht oder beweidet wird. Traditionell wird der Aufwuchs spät gemäht und als Einstreu abgeräumt; gerade das schafft Lebensraum für seltene, spezialisierte Pflanzen. Streuobstwiesen gehören damit zum Grünland, also zu Flächen, die dauerhaft mit Gräsern und Kräutern bewachsen sind und nicht umgebrochen werden. Zugleich können auf ihnen alte Obstsorten fortbestehen.

Lebensraum für Tiere und Pflanzen

Mit über 5.000 Tier- und Pflanzenarten gehören Streuobstwiesen zu den artenreichsten Biotopen Mitteleuropas. In den Höhlen alter Bäume brüten oder wohnen Steinkauz und Wendehals, außerdem Siebenschläfer und Fledermäuse. Der Steinkauz gilt als typische kleine Eule der Obstwiesen; für ihn werden in älteren Beständen künstliche Brutröhren angebracht. Das extensive Grünland unter den Bäumen nutzen Bodenbrüter. Im Herbst ist Fallobst eine wichtige Nahrungsquelle für Dachs, Fuchs, Reh und Schwarzwild. Gefährdet sind Streuobstwiesen vor allem, wenn die Pflege aufgegeben wird oder die Fläche in Intensivgrünland oder Bauland umgewandelt wird. Nach § 30 BNatSchG sind Streuobstwiesen bundesweit gesetzlich geschützte Biotope.

Wildschäden und Anlage neuer Bestände

Schwarzwild sucht im Herbst in Streuobstwiesen mit Fallobst nach tierischem Eiweiß und richtet dabei durch Brechen erhebliche Schäden an. Grundsätzlich ist Wildschaden durch Schwarzwild nach § 29 BJagdG ersatzpflichtig; einzelne Länder regeln die Ersatzpflicht bei Streuobstwiesen besonders. Für das Saarland gilt im Fragenbestand die Aussage als falsch, dass eine Ersatzpflicht auch bei nicht abgeräumtem Fallobst besteht. Wer zusammen mit einem Grundeigentümer eine neue Streuobstwiese pflanzen möchte, muss nach den Prüfungsantworten, etwa in Bayern, Hessen und Niedersachsen, einen Mindestabstand zum Nachbargrundstück einhalten.

„Streuobstwiese“ in der Jägerprüfung

Gefragt wird vor allem, warum Streuobstwiesen ökologisch wertvoll sind: Artenvielfalt, seltene Tier- und Pflanzenarten, alte Obstsorten. Dazu kommen Fragen zur Nisthilfe für den Steinkauz, zu Wildschäden durch brechendes Schwarzwild und zum Abstand beim Pflanzen. Einzuordnen ist der Begriff in die Sachgebiete Landbau, Naturschutz und Wildschaden.

Häufige Fragen zu „Streuobstwiese“

Warum sind Streuobstwiesen so wertvoll?

Sie beherbergen sehr viele, oft seltene Tier- und Pflanzenarten und erhalten alte Obstsorten. Baumhöhlen, extensives Grünland und Fallobst bieten auf einer Fläche ganz unterschiedliche Lebensräume.

Welche Vogelart brütet typischerweise in Streuobstwiesen?

Der Steinkauz. Für ihn werden in älteren Obstbäumen häufig künstliche Brutröhren als Nisthilfe aufgehängt; auch der Wendehals nutzt die Baumhöhlen.

„Streuobstwiese“ kommt in 6 Prüfungsfragen vor

So oft taucht der Begriff in unserem Fragenbestand aus Hege und den übrigen Sachgebieten auf. Übe die Fragen dazu im Trainer, bis du sie sicher beantwortest.

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand: 27.09.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung auf Grundlage unserer eigenen Wissensartikel verfasst und automatisiert gegen diese Quellen geprüft. Er ersetzt nicht die für dein Bundesland geltenden Vorschriften. KI-Transparenz · Redaktion

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