Prossholz
Als Prossholz bezeichnet man frisch geschnittene Zweige und Äste von Laubgehölzen wie Weiden und Obstbäumen, die dem Wild im Winter zum Abäsen liegen bleiben.
Mit künstlicher Intelligenz erzeugte AbbildungHase und Kaninchen nagen die Rinde, Reh- und Rotwild äsen vor allem Knospen und Triebe. Geeignet sind vor allem Weiden, Pappeln wie die Aspe, Obstbäume, Esche und Eberesche; Nadelhölzer wie Fichte und Kiefer taugen nicht. Prossholz fällt an, wenn Hecken und Feldgehölze auf den Stock gesetzt oder Weichhölzer gefällt werden.
So erhält das Wild natürliche Winteräsung, und der Verbiss an jungen Forstpflanzen kann abnehmen. Manche Reviere legen eigene Prossholzflächen mit Weiden oder Ebereschen an, die regelmäßig zurückgeschnitten werden.
Verwandte Begriffe
WinteräsungAls Winteräsung bezeichnet man die Nahrung, die Wild im Winter findet, von Knospen, Trieben und Beerensträuchern bis zu Raps und Wintergetreide auf den Feldern.VerbissAls Verbiss bezeichnet man das Abbeißen von Knospen, Trieben und Blättern junger Bäume und Sträucher durch Wild.SalweideDie Salweide ist eine heimische Weide, die als Strauch oder kleiner Baum wächst und im Vorfrühling die silbrigen Palmkätzchen trägt.EberescheDie Eberesche, auch Vogelbeere genannt, ist ein heimischer Pionierbaum mit gefiederten Blättern und leuchtend roten Beeren in dichten Fruchtständen.Auf-den-Stock-SetzenDas Auf-den-Stock-Setzen ist ein starker Rückschnitt, bei dem Sträucher und Bäume knapp über dem Boden abgeschnitten werden, damit sie aus dem Wurzelstock neu austreiben.FeldhaseDer Feldhase ist ein Hasenartiger der offenen Feldflur, der oberirdisch in der Sasse ruht und behaarte, sehende Junge setzt.