Winterhaar
Winterhaar heißt das dichte Haarkleid, das sich Haarwild im Herbst zulegt; beim Schalenwild spricht man von der Winterdecke.
Mit künstlicher Intelligenz erzeugte AbbildungEs ist länger und dichter als das Sommerhaar und schützt vor Kälte und Nässe. Meist ist es auch dunkler und grauer: Das Reh wird graubraun, Rotwild grau- bis braungrau, beim Damwild verblassen die Flecken. Beim Rotwild fällt der Wechsel ins Winterhaar etwa in den Oktober.
Im Winterhaar leuchtet beim Reh der weiße Spiegel, und die Ricke zeigt ihre Schürze. Beim Schwarzwild wird das Borstenkleid im Winter dichter und dunkler; Frischlinge aus dem Frühjahr tragen dann statt der Streifen ein braunes Haarkleid.
Verwandte Begriffe
VerfärbenVerfärben nennt der Jäger den Haarwechsel des Haarwildes, beim Schalenwild den Wechsel von der Sommer- zur Winterdecke und zurück.DeckeDecke nennt der Jäger die behaarte Haut des Schalenwildes, etwa bei Reh, Rothirsch, Damwild und Gams; beim Schwarzwild heißt sie Schwarte.SpiegelSpiegel heißt die helle Haarfläche um das Weidloch, etwa bei Reh-, Rot-, Dam- und Sikawild; beim Ansprechen zeigt sie die Art, beim Reh im Winter auch das Geschlecht.SchürzeSchürze heißt das Büschel langer Haare am Feuchtblatt der Ricke, das im Winterhaar unten am Spiegel herabhängt und weibliche Rehe verrät.SchwarteSchwarte heißt in der Jägersprache die Haut des Schwarzwildes samt Borsten; auch die Haut des Dachses wird so genannt.