Lexikon

Gewölle

Wildbiologie

Gewölle sind Ballen aus unverdaulichen Nahrungsresten wie Haaren, Federn, Knochen und Insektenpanzern, die Eulen, Greifvögel und andere Vögel auswürgen.

Aufgebrochenes Gewölle einer Schleiereule mit Mäuseschädel, Unterkiefer und kleinen Knochen zwischen grauem FellMit künstlicher Intelligenz erzeugte Abbildung
Gewölle der Schleiereule mit Mäuseresten · KI-generierte Illustration

Sie formen sich im Muskelmagen und werden einige Stunden nach der Mahlzeit durch den Schnabel ausgewürgt. Außer Eulen und Greifvögeln bilden auch Möwen, Rabenvögel, Reiher und Störche Gewölle. Mit Kot haben sie nichts zu tun: Sie sind trocken, riechen kaum und liegen oft gehäuft unter Schlafplätzen, Sitzwarten und Horsten.

Woher ein Gewölle stammt, verraten vor allem die Knochen. Eulen verdauen Knochen kaum und schlucken kleine Beute oft ganz; ihre Gewölle enthalten deshalb viele gut erhaltene Knochen und ganze Mäuseschädel, besonders bei Schleiereule und Waldkauz. Greifvögel verdauen Knochen weitgehend; ihre Gewölle enthalten kaum oder gar keine Knochenreste, sondern vor allem Haare und Federn. Aus Schädeln und Kiefern lässt sich bestimmen, welche Mäuse in einem Gebiet leben.

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand 23.10.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung verfasst und ersetzt nicht die Vorschriften des jeweiligen Bundeslands. KI-Transparenz · Redaktion