Geschmeiß
Geschmeiß heißt in der Jägersprache der Kot der Greifvögel und Reiher, der meist dünnflüssig ist und durch Harnsäure kalkweiß aussieht.
Weiße Spritzer auf Ästen und am Boden unter Sitzwarten, Schlafbäumen und Horsten zeigen, dass ein Platz besetzt ist; dort liegen oft auch Gewölle. In der Falknerei heißt der Kot der Beizvögel Schmelz.
Beim Haarwild spricht man von Losung, bei Hühnervögeln von Gestüber.
Verwandte Begriffe
GestüberGestüber nennt der Jäger den Kot des Federwildes, vor allem der Hühnervögel wie Fasan und Rebhuhn.LosungLosung nennt die Jägersprache den Kot des Wildes, vom Reh und Hirsch über Hase und Kaninchen bis zu Fuchs und Marder.GewölleGewölle sind Ballen aus unverdaulichen Nahrungsresten wie Haaren, Federn, Knochen und Insektenpanzern, die Eulen, Greifvögel und andere Vögel auswürgen.GreifvögelGreifvögel sind meist tagaktive Jäger unter den Vögeln mit Hakenschnabel, kräftigen Fängen und sehr scharfen Augen, etwa Bussarde, Adler, Habicht und Falken.HorstHorst heißt das große, meist aus Ästen gebaute Nest der Greifvögel und anderer großer Vögel wie Störche, Reiher und Rabenvögel.FalknereiFalknerei nennt man die Kunst, Greifvögel zu halten, zur Jagd abzutragen und mit ihnen zu beizen; wer sie ausübt, heißt Falkner.