Plätzen
Plätzen nennt der Jäger das Freischarren des Bodens mit den Vorderläufen, mit dem vor allem der Rehbock sein Territorium markiert.
An einer Plätzstelle ist der Boden flach bis auf die Erde freigescharrt, oft unter einem gefegten Bäumchen oder Strauch. Zusammen mit Fegestellen zeigen Plätzstellen im Frühjahr und Sommer, dass ein Bock seinen Einstand besetzt hat.
Auch vor dem Niedertun scharrt das Reh sein Bett oft mit den Vorderläufen frei. Beim Damhirsch spricht man dagegen von Brunftkuhlen, die er in der Brunft schlägt.
Verwandte Begriffe
FegenFegen nennt der Jäger das Abstreifen des abgestorbenen Bastes vom fertigen Geweih oder Gehörn an jungen Bäumen und Sträuchern.TerritoriumEin Territorium ist ein Gebiet, das ein Tier oder eine Gruppe gegen Artgenossen verteidigt und mit Duftmarken oder anderen Zeichen abgrenzt.BockBock heißt in der Jägersprache das männliche Stück bei Reh-, Gams- und Steinwild; ohne Zusatz ist meist der Rehbock gemeint.SchlagenVom Schlagen spricht man, wenn ein Hirsch oder Rehbock mit dem verfegten Geweih oder Gehörn heftig gegen junge Bäume und Sträucher schlägt.EinstandEinstand nennt der Jäger den deckungsreichen Bereich, in dem sich ein Stück Wild bevorzugt aufhält, ruht und bei Störung Schutz sucht.BettBett heißt in der Jägersprache die Stelle, an der sich Reh- oder Rotwild zum Ruhen niedergetan hat.