Gestüber
Gestüber nennt der Jäger den Kot des Federwildes, vor allem der Hühnervögel wie Fasan und Rebhuhn.
Es besteht meist aus kleinen, festen, oft gekrümmten Walzen mit einer weißen Kappe aus Harnsäure. Daneben setzen Hühnervögel weichen, dunklen Kot aus dem Blinddarm ab. Wie weit das Wort reicht, wird unterschiedlich gehandhabt: teils nur für Hühnervögel, teils für alles Federwild, das zum Niederwild zählt. Beim Auerwild sagt man Losung, bei Greifvögeln Geschmeiß.
Gestüber an Schlafplätzen, an Huderstellen, an denen die Vögel im Staub baden, und an Feldrändern verrät zusammen mit Geläuf, Federn und Rufen, dass Rebhühner oder Fasane im Revier leben.
Verwandte Begriffe
LosungLosung nennt die Jägersprache den Kot des Wildes, vom Reh und Hirsch über Hase und Kaninchen bis zu Fuchs und Marder.GeschmeißGeschmeiß heißt in der Jägersprache der Kot der Greifvögel und Reiher, der meist dünnflüssig ist und durch Harnsäure kalkweiß aussieht.HühnervögelHühnervögel sind kräftige, überwiegend am Boden lebende Vögel mit starken Ständern, kurzen runden Schwingen und schnellem, lautem Startflug.RebhuhnDas Rebhuhn ist ein kleiner, rundlicher Hühnervogel der offenen, strukturreichen Feldflur, der außerhalb der Brutzeit in Familienverbänden, den Ketten, lebt.FasanDer Fasan, genauer Jagdfasan, ist ein aus Asien stammender, seit Jahrhunderten eingebürgerter Hühnervogel der deckungsreichen Feldflur.GeläufGeläuf nennt die Jägersprache die Spur des Federwildes, also die Folge von Trittsiegeln, die etwa Fasan und Rebhuhn auf dem Boden hinterlassen.