Hopfen
Der Hopfen ist eine heimische, rechtswindende Kletterpflanze der Auwälder und Gebüsche, die als Kulturpflanze für das Bierbrauen angebaut wird.
Die rauen Stängel klettern mit hakenförmigen Kletterhaaren an Sträuchern und Bäumen empor, die Wildform zwei bis sechs Meter hoch. Die oberirdischen Triebe sterben jeden Herbst ab, der Wurzelstock treibt im Frühjahr neu aus. Die bis 15 Zentimeter langen, grob gesägten Blätter sind herzförmig und meist gelappt. Hopfen ist zweihäusig: Die weiblichen Pflanzen tragen grüne, zapfenförmige Fruchtstände, die Dolden, deren gelbes Harz, das Lupulin, dem Bier die Bittere gibt.
Wildwachsend findet man ihn an stickstoffreichen, eher feuchten Standorten, in Auwäldern, an Waldrändern und in Gebüschen. Angebaut wird er in Deutschland ganz überwiegend in der Hallertau in Bayern, an Gerüsten von etwa sieben Metern Höhe. Wie Tabak, Wein und Gemüse zählt er zu den landwirtschaftlichen Sonderkulturen. Für die Anlage von Wildäckern eignet er sich nicht.
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