Auwald
Ein Auwald ist ein Wald in der Talaue eines Flusses oder Baches, der regelmäßig überflutet wird und an stark wechselnde Wasserstände angepasst ist.
Nahe am Fluss, wo das Wasser häufig und lange steht, wächst die Weichholzaue mit Silberweide, Schwarzpappel und anderen Weiden und Pappeln. Etwas höher, nur bei Hochwasser kurz überflutet, schließt die Hartholzaue mit Stieleiche, Esche und Ulmen an. Auwälder sind sehr artenreich und haben oft eine dichte Strauch- und Krautschicht. Durch Flussbegradigung, Deiche und Rodung sind sie selten geworden und nach § 30 BNatSchG gesetzlich geschützt.
Vom Bruchwald unterscheidet sich der Auwald durch das bewegte, wechselnde Wasser; im Bruchwald steht das Wasser dauerhaft im Boden, typisch sind dort Schwarzerle und Moorbirke. Für das Wild bieten Auwälder Deckung, Äsung und Wasser auf engem Raum. Schwarzwild und Rotwild nutzen große Auen, der Fasan liebt die Mischung aus Auwald, Wiesen, Wasser und Feld, und Biber und Ringelnatter leben hier.