Stockausschlag
Stockausschlag nennt man die neuen Triebe, die aus dem Stock, dem im Boden verbliebenen Stumpf eines gefällten Laubbaumes, austreiben.
Sie entstehen aus schlafenden Knospen am Stock und wachsen dank des vorhandenen Wurzelwerks in den ersten Jahren sehr rasch. Besonders kräftig schlagen Eiche, Hainbuche, Hasel, Linde, Erle, Weiden, Pappeln und Edelkastanie aus. Die Buche treibt nur schwach, Nadelbäume wie Kiefer, Fichte, Lärche und Douglasie fast gar nicht wieder aus.
Auf dieser Fähigkeit beruhen der Niederwald und das Unterholz des Mittelwaldes, die regelmäßig auf den Stock gesetzt werden; auch Hecken werden so verjüngt. Die jungen, saftigen Ausschläge sind beliebte Äsung für Reh, Rotwild und Hase und bilden zugleich dichte Deckung. Das Haselwild findet in Stockausschlagwäldern günstige Lebensräume.