Hallimasch
Hallimasche sind holzbewohnende Pilze mit honiggelben bis braunen, büschelig wachsenden Hüten, die geschwächte Bäume als Parasiten abtöten können.
Unter dem Namen verbergen sich in Europa mindestens neun Arten. Ihre Fruchtkörper erscheinen von September bis Dezember in dichten Büscheln an Stümpfen, Wurzeln und Stammfüßen von Laub- und Nadelbäumen. Der Hut ist honiggelb bis braun und mit dunklen, abwischbaren Schüppchen besetzt, die weißlichen Lamellen laufen etwas am Stiel herab, und viele Arten tragen einen wattigen Ring. Typisch sind schwarzbraune, schnürsenkelartige Pilzstränge unter der Rinde und im Boden, die von Baum zu Baum vordringen.
Meist leben Hallimasche von totem Holz, sie können aber geschwächte Bäume befallen, etwa nach Trockenheit, Staunässe, Frost oder Wurzelverletzungen. Im Holz verursachen sie eine Weißfäule; im Kambium können sie den Baum binnen weniger Wochen ringförmig abtöten. Bei geschälten Fichten ist allerdings die Rotfäule und nicht der Hallimasch der bedeutendste Folgeschaden. Gekocht sind Hallimasche essbar, roh unbekömmlich und brechreizerregend.
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