Lexikon

Borkenkäfer

Wald und Feld

Borkenkäfer sind nur wenige Millimeter große Käfer, die unter der Rinde oder im Holz von Bäumen brüten und bei Massenvermehrung ganze Bestände töten können.

Am bekanntesten ist der Buchdrucker, der vor allem die Fichte befällt, daneben der kleinere Kupferstecher in dünnrindigen Kronenteilen und jungen Fichten. Beim Buchdrucker bohrt sich das Männchen ein und legt eine Rammelkammer an; von dort fressen meist zwei bis drei Weibchen je einen Muttergang längs zum Stamm, von dem die Larvengänge seitlich abzweigen. Das Brutbild des Kupferstechers ist dagegen sternförmig. Durch den Fraß wird die lebende Schicht unter der Rinde zerstört, und der Baum stirbt ab. Befall verrät sich durch braunes Bohrmehl am Stammfuß und in Rindenritzen, durch Harztropfen, abfallende Rinde und eine Krone, die sich rot verfärbt.

Geschwächte Bäume nach Sturm oder Dürre sind besonders anfällig, und in warmen Jahren entstehen mehrere Käfergenerationen. Seit den Trockenjahren ab 2018 sind so in Deutschland große Fichtenflächen abgestorben. Wichtigste Gegenmaßnahme ist die saubere Waldwirtschaft: befallene Bäume rasch fällen und aus dem Wald bringen. Für das Revier bedeuten die Schadflächen einen großen Umbruch, denn auf den Freiflächen wächst reichlich Äsung, und Verjüngung gelingt dort nur bei angepasstem Wildbestand.

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand 23.10.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung verfasst und ersetzt nicht die Vorschriften des jeweiligen Bundeslands. KI-Transparenz · Redaktion