Luzerne
Die Luzerne ist eine mehrjährige, sehr tief wurzelnde Futterpflanze aus der Familie der Schmetterlingsblütler mit blauvioletten Blüten und kleeartigen Blättern.
Sie wird bis etwa einen Meter hoch. Ihre dreizähligen Blätter sind länglich und vorn fein gezähnt, die Blüten stehen in kurzen Trauben, daraus entstehen schneckenförmig gewundene Hülsen. Die Pfahlwurzel reicht mehrere Meter tief, deshalb übersteht die Luzerne Trockenheit gut. Sie braucht kalkhaltige, tiefgründige Böden und wird meist mehrere Jahre genutzt. Wie der Klee bindet sie mit Knöllchenbakterien Luftstickstoff.
Im Feldfutterbau liefert sie eiweißreiches Grünfutter und Heu. Für Reh, Feldhase und Rotwild gehört sie zu den besten Äsungspflanzen, und auch Rebhühner nehmen die Blätter gern. Weil sie ausdauert, eignet sie sich für Daueräsungsflächen und Wildäcker. Luzerneschläge bieten außerdem Deckung und Brutplätze, etwa für Wachtel und Rebhuhn; durch die häufigen Schnitte sind Gelege und Jungwild dort aber gefährdet.