Wildbiologie · Jägersprache

Gesperre

Gesperre ist die jägersprachliche Bezeichnung für die Küken eines Hühnervogels zusammen mit der Henne, die sie führt. Der Begriff wird etwa bei Auer-, Birk-, Hasel- und Fasanenwild verwendet.

Was bedeutet „Gesperre“?

Mit Gesperre bezeichnet der Jäger die Jungvögel der Hühnervögel im Verband mit ihrer führenden Mutter, in der Alltagssprache also die Henne mit ihren Küken. Der Ausdruck ist bei den Raufußhühnern – Auerwild, Birkwild und Haselwild – ebenso üblich wie beim Fasan: Die Fasanenhenne mit ihren Jungfasanen heißt ebenfalls Gesperre. Bei Auer- und Birkwild führt allein die Henne die Jungen; der Hahn gehört nicht zum Gesperre. Beim Rebhuhn spricht man für den Familienverband dagegen von der Kette.

Brut und Aufzucht am Beispiel des Auerwildes

Beim Auerwild zeigt sich gut, wie ein Gesperre entsteht. Die Balz ist polygyn, ein Hahn kann also mehrere Hennen begatten. Danach kümmert er sich nicht um den Nachwuchs. Die Henne legt ihr Nest als Mulde am Boden in guter Deckung an. Ein Gelege umfasst meist etwa 5 bis 12 Eier, bebrütet wird rund 26 bis 28 Tage, und zwar nur von der Henne. Die Küken sind Nestflüchter und folgen der Henne bald nach dem Schlupf. Auch die Birkhenne, die deutlich kleiner und schlanker ist als die Auerhenne, führt ihr Gesperre allein.

Was ein Gesperre zum Überleben braucht

Kalte, nasse Witterung und Störungen setzen den Küken besonders zu. Für Henne und Gesperre ist deshalb gute Deckung wichtig. Das Auerwild braucht großflächige, ruhige, lichte und reich strukturierte Wälder mit Altholz, Lücken, Heidelbeere und Ameisen. Dichte junge Wirtschaftswälder, eine zerschnittene Landschaft, viel Freizeitbetrieb und das Fehlen einer Beerstrauchschicht verschlechtern die Bedingungen.

„Gesperre“ in der Jägerprüfung

Im Fragenbestand taucht der Begriff einmal auf: als richtige Bezeichnung für die Fasanenhenne mit ihren Jungen. Er gehört zur Jägersprache im Sachgebiet Wildbiologie beim Federwild. Wer die Raufußhühner lernt, braucht den Ausdruck außerdem bei Auer-, Birk- und Haselwild. Als Fehlerquelle gilt die Verwechslung mit der Kette des Rebhuhns.

Häufige Fragen zu „Gesperre“

Wie nennt man eine Fasanenhenne mit ihren Küken?

Gesperre. Der Ausdruck gilt auch für die Hennen von Auer-, Birk- und Haselwild mit ihren Jungen.

Führt der Hahn das Gesperre mit?

Nein. Bei Auer- und Birkwild brütet und führt allein die Henne. Der Hahn ist an der Aufzucht nicht beteiligt.

„Gesperre“ kommt in 1 Prüfungsfragen vor

So oft taucht der Begriff in unserem Fragenbestand aus Wildbiologie und den übrigen Sachgebieten auf. Übe die Fragen dazu im Trainer, bis du sie sicher beantwortest.

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand: 27.09.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung auf Grundlage unserer eigenen Wissensartikel verfasst und automatisiert gegen diese Quellen geprüft. Er ersetzt nicht die für dein Bundesland geltenden Vorschriften. KI-Transparenz · Redaktion

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