Großes Mausohr
Das Große Mausohr ist eine der größten heimischen Fledermäuse, deren Weibchen in warmen Dachböden von Kirchen und Schlössern große Wochenstuben bilden.
Es hat etwa 35 bis 43 Zentimeter Spannweite, ein graubraunes Rückenfell, einen fast weißen Bauch und lange, breite Ohren. In langsamem, bodennahem Flug sucht es in Wäldern mit wenig Unterwuchs nach großen Insekten, vor allem Laufkäfern, und greift sie direkt vom Boden.
Die Kolonien zählen oft Hunderte Tiere. Jedes Weibchen bringt ab Ende Mai ein Junges zur Welt, im August lösen sich die Wochenstuben auf. Den Winter verbringen Mausohren in Höhlen, Stollen und Kellern. Renovierte oder verschlossene Dachböden und gestörte Winterquartiere gefährden die Art. Es steht in den Anhängen II und IV der FFH-Richtlinie und ist streng geschützt.
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- LaufkäferLaufkäfer sind eine artenreiche Familie meist räuberischer, flinker Bodenkäfer, die meist nachts Insekten, Schnecken und Würmer jagen.
- FFH-RichtlinieDie FFH-Richtlinie ist eine EU-Richtlinie von 1992, die natürliche Lebensräume sowie wildlebende Tier- und Pflanzenarten in Europa schützt.
- Streng geschützte ArtStreng geschützte Arten haben den höchsten Schutzstatus des Bundesnaturschutzgesetzes; dazu gehören etwa Luchs, Fischotter, Kranich und alle heimischen Greifvögel.
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