Hege

Feldrain

auch: Rain, Ackerrain

Ein Feldrain ist ein schmaler, dauerhaft bewachsener Grenzstreifen zwischen Äckern, Wiesen oder Wegen. Er bietet Niederwild, Insekten und Kleinsäugern in der ausgeräumten Feldflur Deckung, Nahrung und Wanderwege.

Was ist ein „Feldrain“?

Als Feldrain, kurz Rain, bezeichnet man den ungepflügten Saum, der Felder voneinander oder von Wegen trennt. Anders als der Acker selbst wird er nicht jedes Jahr umgebrochen, sodass sich dort Gräser, Kräuter und oft auch Gehölze halten. Früher gliederten viele solcher Raine die kleinen Parzellen. Durch die Flurbereinigung, bei der kleine Flächen zu großen, maschinengerechten Schlägen zusammengelegt wurden, verschwanden sie vielerorts – zusammen mit Hecken, Steinlesehaufen und Ackerrandstreifen. Dieser Verlust an vernetzenden Strukturen gilt als eine Hauptursache für den Rückgang des Niederwildes.

Welche Arten auf Feldraine angewiesen sind

Für das Rebhuhn gehören Feldraine neben Altgrasstreifen und gepflegten Hecken zu den zentralen Hegebausteinen. Der Fasan legt sein Bodennest gern in Rainen und anderer dichter Vegetation an. Der Feldhase bevorzugt Reviere mit eher kleinen Ackerschlägen, warmen, trockenen Böden und gut bewachsenen Rainen. Auch Wiesel jagen bevorzugt an Rainen, Hecken, Waldrändern und in Steinhaufen. Im Spätsommer sieht man auf Rainen und Ödland den Stieglitz, der Distelsamen frisst. Da mit den Rainen auch Blütenvielfalt verloren geht, wird ihr Verschwinden zudem als Ursache für den Insektenrückgang genannt – was wiederum den Küken von Rebhuhn und Fasan die eiweißreiche Nahrung nimmt. In der Biotopvernetzung zählen Raine zu den linearen Elementen, die Lebensräume in der Agrarlandschaft verbinden.

Schutz des Feldrains

Nach dem Bundesnaturschutzgesetz ist es verboten, die Bodendecke auf Feldrainen, Wiesen, ungenutzten Flächen, an Hecken oder Hängen abzubrennen. Das Verbot gilt das ganze Jahr, nicht nur während der Brutzeit. Ist ein Rain mit Schlehen und Weißdorn bestockt, darf der Eigentümer diese Hecke daher nicht einfach roden und die Reste anzünden. Auf dem Feldrain dürfen Landwirte außerdem keine chemischen Pflanzenschutzmittel ausbringen.

„Feldrain“ in der Jägerprüfung

Prüfungsfragen zum Feldrain stammen überwiegend aus dem Natur- und Artenschutz. Wiederkehrende Themen sind das ganzjährige Abbrennverbot, das Verbot chemischer Pflanzenschutzmittel und die Frage, ob eine Hecke auf einem Rain beseitigt werden darf. Daneben dient der Rain als Merkmal im Lebensraum von Hase und Wiesel oder als Beispiel für Biotopvernetzung. Eine typische Fehlerquelle ist die Annahme, das Abbrennen sei nur zu bestimmten Jahreszeiten untersagt.

Häufige Fragen zu „Feldrain“

Warum sind Feldraine für das Niederwild wichtig?

Sie liefern Deckung, Brutplätze und über ihre Kräuter viele Insekten als Kükennahrung. In großen, einheitlichen Schlägen sind sie oft die letzten ungestörten Rückzugsstreifen für Rebhuhn, Fasan und Hase.

Darf man einen Feldrain abbrennen?

Nein. Das Abbrennen der Bodendecke auf Feldrainen ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz ganzjährig untersagt.

„Feldrain“ kommt in 12 Prüfungsfragen vor

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand: 27.09.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung auf Grundlage unserer eigenen Wissensartikel verfasst und automatisiert gegen diese Quellen geprüft. Er ersetzt nicht die für dein Bundesland geltenden Vorschriften. KI-Transparenz · Redaktion

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