Flurbereinigung
Die Flurbereinigung ist ein behördliches Verfahren, das zersplitterten ländlichen Grundbesitz neu ordnet und zu größeren, gut erschlossenen Flächen zusammenlegt.
Grundlage ist das Flurbereinigungsgesetz des Bundes, durchgeführt wird sie von Behörden der Länder. Ziel war vor allem, die Land- und Forstwirtschaft zu erleichtern: Kleine, verstreute Parzellen wurden zu großen Schlägen zusammengefasst, neue Wirtschaftswege gebaut und Gewässer ausgebaut. Heute dienen die Verfahren auch dem Naturschutz, dem Hochwasserschutz und der Entwicklung ländlicher Räume.
Besonders in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg verschwanden dabei vielerorts Hecken, Feldraine, Gräben, Lesesteinhaufen und Ackerrandstreifen. Diese Strukturen waren Deckung, Nahrungsquelle und Brutplatz für Rebhuhn, Feldhase und viele andere Arten; ihr Verlust gilt als eine Hauptursache für den Rückgang des Niederwildes. In neueren Verfahren werden Hecken und Säume oft gezielt neu angelegt, und Jäger können sich dabei für Hegemaßnahmen einsetzen.