Zwangswechsel
Ein Zwangswechsel ist ein Wechsel, den das Wild an einer bestimmten Stelle nehmen muss, weil Gelände, Gewässer oder Hindernisse kaum einen anderen Weg lassen.
Typisch sind Lücken in Zäunen und Mauern, Durchlässe unter Straßen, Stege über Gräben, schmale Hecken in offener Flur und Engstellen zwischen zwei Dickungen. Auch Leitzäune an Autobahnen machen Grünbrücken und Unterführungen zu Zwangswechseln.
Weil dort fast jedes Stück durchkommt, das in diese Richtung zieht, eignen sich Zwangswechsel gut für Ansitz und Drückjagdstand. Auch Kastenfallen für Raubwild fangen dort besonders gut.
Verwandte Begriffe
WechselEin Wechsel ist in der Jägersprache ein Pfad, den Wild regelmäßig benutzt, etwa zwischen Einstand, Äsung und Suhle; bei Hase und Raubwild heißt er auch Pass.PassPass nennt man in der Jägersprache den regelmäßig benutzten Wechsel von Hase und Raubwild, etwa den Pfad, auf dem ein Fuchs immer wieder läuft.KastenfalleEine Kastenfalle ist eine Lebendfalle in Form eines länglichen Kastens aus Holz oder Drahtgitter, in dem Raubwild unversehrt gefangen wird.DrückjagdDie Drückjagd ist eine Bewegungsjagd vor allem auf Schalenwild, bei der wenige Treiber und Hunde das Wild ruhig aus seinen Einständen drücken.GrünbrückeEine Grünbrücke ist eine breite, bepflanzte Brücke über eine Autobahn oder Bahnstrecke, auf der Wildtiere den Verkehrsweg gefahrlos überqueren können.WildschutzzaunEin Wildschutzzaun ist ein wilddichter Zaun, der Wild von gefährdeten Flächen wie Forstkulturen und Feldern oder von Straßen fernhält.