Pass
Pass nennt man in der Jägersprache den regelmäßig benutzten Wechsel von Hase und Raubwild, etwa den Pfad, auf dem ein Fuchs immer wieder läuft.
Wechsel ist das allgemeine Wort für solche Pfade; Pass sagt man nur bei Hase und Raubwild, beim Schalenwild nicht. Pässe sind oft schmal und unauffällig: ein ausgetretener Streifen im Gras, ein Durchschlupf in Hecke oder Zaun, eine Spur im Schnee.
Wer an einem Pass auf Fuchs oder Hase ansitzt, passt; so nennt die Jägersprache diese Form des Ansitzes. Führt ein Pass durch eine Engstelle, die das Wild kaum umgehen kann, ist er zugleich ein Zwangswechsel und ein guter Platz für eine Kastenfalle.
Verwandte Begriffe
WechselEin Wechsel ist in der Jägersprache ein Pfad, den Wild regelmäßig benutzt, etwa zwischen Einstand, Äsung und Suhle; bei Hase und Raubwild heißt er auch Pass.ZwangswechselEin Zwangswechsel ist ein Wechsel, den das Wild an einer bestimmten Stelle nehmen muss, weil Gelände, Gewässer oder Hindernisse kaum einen anderen Weg lassen.AnsitzjagdBei der Ansitzjagd wartet der Jäger an einem festen Platz, etwa auf einem Hochsitz, bis Wild in Anblick und Schussweite kommt.FuchsDer Fuchs, genauer Rotfuchs, ist das häufigste heimische Raubwild, ein anpassungsfähiger Hundeartiger, der sich vor allem von Mäusen ernährt.FeldhaseDer Feldhase ist ein Hasenartiger der offenen Feldflur, der oberirdisch in der Sasse ruht und behaarte, sehende Junge setzt.RaubwildRaubwild ist der jagdliche Sammelbegriff für die Raubtiere unter dem Haarwild, etwa Fuchs, Dachs, Marder, Iltis, Wiesel, Waschbär und Marderhund.