Schwerpunktbejagung
Schwerpunktbejagung heißt, Schalenwild gezielt auf Flächen verstärkt zu bejagen, die durch Verbiss, Schäle, Fegen oder Fraß besonders gefährdet sind.
Typische Schwerpunkte sind Verjüngungsflächen und Forstkulturen, Pflanzungen beim Waldumbau und landwirtschaftliche Kulturen, die das Wild gern annimmt. Fegeschäden durch Rehböcke lassen sich etwa durch Schwerpunktbejagung zu Beginn der Bockjagd auf den gefährdeten Kulturen vorbeugen. Gemeint ist also weder ein höherer Gesamtabschuss noch die Beteiligung mehrerer Jäger, sondern die räumliche Verteilung der Jagd. Auch an Straßenabschnitten mit gehäuften Wildunfällen wird so gejagt.
Die Wirkung beruht auf zwei Dingen: Stücke, die auf der Schadfläche stehen, werden entnommen, und das übrige Wild lernt, diese Flächen zu meiden. Damit das gelingt, wird an anderer Stelle weniger gejagt, oft in Verbindung mit Ruhezonen und Intervalljagd. So sinkt der Jagddruck insgesamt, während er dort hoch bleibt, wo Schäden entstehen.