Lexikon

Waldumbau

Wald und Feld

Als Waldumbau bezeichnet man die schrittweise Entwicklung von Nadelholzreinbeständen, meist aus Fichte oder Kiefer, zu standortgerechten, stabilen Mischwäldern.

Viele dieser Bestände wurden nach Übernutzung und Kriegen angelegt, oft auf Standorten, auf denen von Natur aus Laubwald wüchse. Sie leiden besonders unter Sturm, Trockenheit und Borkenkäfern, und der Klimawandel verschärft diese Risiken. Beim Umbau werden die Altbestände aufgelichtet und Schattbaumarten wie Buche und Tanne unter ihrem Schirm vorangebaut, Laubbäume in Lücken gepflanzt und vorhandene Naturverjüngung gefördert. Nach großen Schadereignissen beginnt der Umbau oft auf der Freifläche.

Ob der Waldumbau gelingt, hängt stark vom Wildbestand ab. Tanne, Eiche und Edellaubbäume, aber auch die Buche werden deutlich stärker verbissen als die Fichte, und Zäune sind teuer und halten nicht immer dicht. Deshalb werden Umbauflächen oft gezielt intensiv bejagt. Gelingt der Umbau, entstehen strukturreichere Wälder mit mehr Mast und vielfältigerer Äsung.

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand 23.10.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung verfasst und ersetzt nicht die Vorschriften des jeweiligen Bundeslands. KI-Transparenz · Redaktion