Topinambur
Topinambur ist eine mehrjährige, mit der Sonnenblume verwandte Pflanze aus Nordamerika, die essbare Knollen bildet und auf Wildäckern Blatt- und Knollenäsung liefert.
Die Stängel werden zwei bis drei Meter hoch, die Blätter sind rau, und die gelben Blütenköpfe erinnern an kleine Sonnenblumen; sie erscheinen erst im Spätsommer und Herbst. Unter der Erde bildet die Pflanze unregelmäßig geformte Knollen, die im Boden überwintern und im Frühjahr neu austreiben. Ein Bestand hält sich deshalb viele Jahre, ohne neu gepflanzt zu werden.
Für die Hege liefert Topinambur Äsung und Deckung zugleich: Reh- und Rotwild äsen Blätter und Triebe, Schwarzwild bricht im Winter nach den Knollen, und die hohen, dichten Stängel geben bis in den Winter Deckung. Er eignet sich daher für Daueräsungsflächen. Die Kehrseite: Über seine Knollen breitet er sich stark aus, verwildert leicht und verdrängt besonders an Bach- und Flussufern die heimische Vegetation. Er gilt deshalb als invasiv und wird in der Nähe von Gewässern besser nicht angebaut.