Neophyt
Ein Neophyt ist eine Pflanzenart, die nach 1492 durch den Menschen in ein Gebiet gelangt ist, in dem sie vorher nicht vorkam, und dort nun wild wächst.
Viele Neophyten kamen als Zier-, Nutz- oder Forstpflanzen, andere unbeabsichtigt mit Saatgut oder Waren. Die meisten fügen sich unauffällig ein, manche werden gezielt genutzt, etwa Douglasie und Robinie im Wald oder Phacelia und Topinambur auf Wildäckern. Ein kleiner Teil wird invasiv und verdrängt heimische Pflanzen.
Dazu gehören das Drüsige Springkraut und der Japanische Staudenknöterich an Ufern, die Kanadische Goldrute auf Brachen und die Spätblühende Traubenkirsche in Kiefernwäldern. Der Riesen-Bärenklau ist auch für Menschen gefährlich: Sein Saft macht die Haut lichtempfindlich, sodass bei Sonne schwere, verbrennungsähnliche Hautschäden entstehen. Die Beifuß-Ambrosie bildet Pollen, die besonders starke Allergien auslösen.