Steinklee
Steinklee heißen zwei hochwüchsige, meist zweijährige Leguminosen, der gelb blühende Echte und der weiß blühende Weiße Steinklee, die beide Cumarin enthalten.
Beide werden im Blühjahr bis zwei Meter hoch und verzweigen sich stark; der Weiße Steinklee heißt im Saatguthandel auch Bokharaklee. Die Blätter sind dreizählig mit länglichen, fein gezähnten Blättchen, die kleinen Schmetterlingsblüten stehen zu Dutzenden in schlanken, lockeren Trauben. Im ersten Jahr bildet der Steinklee eine kräftige Pfahlwurzel, die bis über zwei Meter tief reichen und verdichteten Boden durchdringen kann. Im zweiten Jahr blüht er, setzt Samen an und stirbt dann ab.
Der Steinklee wächst auch auf armen, trockenen Sandböden und an Böschungen und wird deshalb zur Begrünung und Rekultivierung gesät. Er ist eine sehr gute Bienenweide und bindet als Leguminose Luftstickstoff. Sein Cumarin macht ihn bitter, sodass Weidetiere ihn weniger gern fressen; in verschimmeltem Heu kann daraus ein Stoff entstehen, der die Blutgerinnung hemmt. In mehrjährigen Wildacker- und Saummischungen steht er vor allem wegen seiner Blüten und seiner tiefen, bodenlockernden Wurzeln; als Deckung bietende Zwischenfrucht gilt er nicht.
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