Wildbiologie · Jägersprache

Steinmarder

auch: Automarder, Martes foina

Der Steinmarder (Martes foina) ist ein Marderartiger aus der Gruppe des Raubwildes und ein ausgeprägter Kulturfolger; von seinem Verwandten, dem Baummarder, unterscheidet ihn vor allem der weiße, oft gegabelte Kehlfleck.

Was für ein Tier ist der Steinmarder?

Der Steinmarder gehört zu den Raubtieren, genauer zur Familie der Marderartigen und zur Gattung der Echten Marder. Er unterliegt dem Jagdrecht und zählt zum Raubwild. Anders als der Baummarder meidet er Menschen nicht, sondern lebt gern in Dörfern und Städten: in Scheunen, auf Dachböden, in Garagen und Gärten. Deshalb gilt er als typischer Kulturfolger und ist als sogenannter Automarder bekannt. Die Jägersprache nennt das Männchen Rüde, das Weibchen Fähe, die Jungen Welpen, das Fell Balg, den Schwanz Rute oder Standarte und die Paarungszeit Ranz.

Merkmale und Unterschiede zum Baummarder

Der weiße, oft gegabelte Kehlfleck ist das bekannteste Kennzeichen; der Baummarder trägt einen gelblichen bis orangen, meist ungegabelten Fleck. Die Nase des Steinmarders ist hell bis fleischfarben, die des Baummarders dunkel. Der Balg ist graubraun bis braun, beim Baummarder dunkler und seidiger, und die Sohlen sind beim Steinmarder weniger stark behaart. Auf geeignetem Boden hinterlässt er ein Trittsiegel mit fünf deutlichen Krallenabdrücken. Sein Raubtiergebiss hat Fang- und Reißzähne und im Dauergebiss 38 Zähne. Die Ranz liegt im Juli und August; dank Keimruhe kommen die Jungen erst im folgenden Frühjahr zur Welt.

Automarder, Fang und befriedete Bezirke

Schäden an Fahrzeugen entstehen meist nicht bei der Nahrungssuche. Riecht ein Marder im Motorraum die Duftmarken eines Artgenossen, reagiert er aus Revierverhalten mit aggressivem Beißen. Vorbeugend helfen eine Motorwäsche nach einem Schaden, Marderschutz, das Verschließen von Zugängen und der Verzicht aufs Füttern im Siedlungsbereich. Klassisch wird der Steinmarder mit dem Eiabzugseisen gefangen; Fallenjagd setzt die nötige Sachkunde voraus. In befriedeten Bezirken gelten Sonderregeln: In Mecklenburg-Vorpommern dürfen Grundeigentümer oder Nutzer ihn dort fangen, töten und sich aneignen, wenn sie die erforderlichen Kenntnisse zum Töten eines warmblütigen Wirbeltieres nachweisen.

Jagdzeiten nach Landesrecht

Bundesrechtlich gilt für den Steinmarder eine Jagdzeit vom 16.10. bis 28.02., von der mehrere Länder abweichen. Vom 16.10. bis 28.02. darf er etwa in Hessen, Nordrhein-Westfalen und Berlin bejagt werden, in Niedersachsen schon ab dem 16.09., in Brandenburg vom 01.09. bis 28.02., in Baden-Württemberg vom 01.10. bis 15.02., in Bayern vom 01.08. bis 28.02. (Jungtiere ab 01.06.) und in Bremen nur vom 01.11. bis 31.01.; Mecklenburg-Vorpommern erlaubt die Jagd ganzjährig. Berlin hebt nur die Jagdzeit des Baummarders auf; für den Steinmarder gilt dort die bundesrechtliche Jagdzeit vom 16.10. bis 28.02.

„Steinmarder“ in der Jägerprüfung

Mit Abstand am häufigsten geht es um die Unterscheidung zum Baummarder über Kehlfleck, Nase und Lebensraum. Daneben fragt die Prüfung nach Ranzzeit, Keimruhe, Trittsiegel, Siedlungsnähe, Fallenjagd mit dem Eiabzugseisen und dem Fang im Wohnhaus oder befriedeten Bezirk. Fehlerquelle: die Farben der Kehlflecke zu vertauschen.

Häufige Fragen zu „Steinmarder“

Wie unterscheidet man Steinmarder und Baummarder?

Am Kehlfleck: beim Steinmarder weiß und oft gegabelt, beim Baummarder gelblich bis orange und meist ungegabelt. Außerdem hat der Steinmarder eine helle Nase und lebt in Siedlungen, der Baummarder im Wald.

Warum beißen Marder Kabel im Auto an?

Meist aus Revierverhalten: Duftspuren eines fremden Marders im Motorraum lösen aggressives Beißen aus. Eine Motorwäsche nach dem Schaden entfernt diese Spuren.

Wann ist die Ranzzeit des Steinmarders?

Im Juli und August. Wegen der Keimruhe werden die Welpen trotzdem erst im Frühjahr des Folgejahres geboren.

„Steinmarder“ kommt in 72 Prüfungsfragen vor

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand: 27.09.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung auf Grundlage unserer eigenen Wissensartikel verfasst und automatisiert gegen diese Quellen geprüft. Er ersetzt nicht die für dein Bundesland geltenden Vorschriften. KI-Transparenz · Redaktion

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