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Lexikon
Wildbiologie·Mittlere Prüfungsrelevanz

Steinmarder

Anpassungsfähiger Marder des Siedlungsraums und strukturreicher Kulturlandschaften.

Der Steinmarder ist ein heimischer Vertreter des Raubwildes und häufig näher am Menschen anzutreffen als der Baummarder. Er nutzt Gebäude, Scheunen, Dachböden und Siedlungsrandbereiche ebenso wie Feldgehölze und Waldränder.

Unterscheidung und Lebensweise

Kennzeichnend ist vor allem der meist weiße Kehlfleck, der sich oft bis auf die Vorderläufe zieht. Steinmarder sind überwiegend nachtaktiv, sehr beweglich und opportunistisch in der Nahrungssuche. Sie jagen Kleinsäuger, Vögel, Insekten und nutzen auch Früchte oder Aas.

Bedeutung im Jagdalltag

Weil Steinmarder menschliche Strukturen nutzen, fällt ihre Präsenz oft durch Lärm, Losung oder Verbissschäden an Materialien auf. Jagdlich sind saubere Artansprache und Kenntnis der Lebensweise wichtiger als pauschale Bewertung. Der Steinmarder zeigt exemplarisch, wie stark manche Wildarten Kulturfolger geworden sind.