Seegras
Seegras ist eine grasähnliche Blütenpflanze, die in flachen Küstengewässern von Nord- und Ostsee Unterwasserwiesen bildet und Ringelgänsen als Nahrung dient.
Das Gewöhnliche Seegras ist kein Gras und keine Alge, sondern eine echte Blütenpflanze. Aus einem kriechenden Wurzelstock wachsen 30 bis 100 Zentimeter lange, bandförmige, grüne Blätter von zwei bis zwölf Millimetern Breite mit abgerundeter Spitze. Es blüht unter Wasser von Juni bis September in unscheinbaren Ähren. Im Wattenmeer wächst außerdem das kleinere Zwergseegras.
Seegraswiesen reichen bis etwa zehn Meter Tiefe und sind Kinderstube für Fische, Krebse und Muscheln. Ringelgänse suchen an der Küste Seegras, Grünalgen und Salzwiesengräser; auch Schwäne fressen Seegras. Als in den 1930er Jahren eine Krankheit die Bestände an den europäischen Küsten vernichtete, brachen auch die Ringelgansbestände stark ein. In Deutschland gilt das Gewöhnliche Seegras als gefährdet.
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