Rotbuche
Die Rotbuche ist der häufigste Laubbaum Deutschlands, ein Schattbaum mit glatter grauer Rinde, ganzrandigen Blättern und Bucheckern als Früchten.
Mit künstlicher Intelligenz erzeugte AbbildungDie eiförmigen Blätter haben einen glatten, leicht gewellten Rand und parallele Seitennerven, junge Blätter sind am Rand bewimpert. Unverkennbar sind die langen, spitzen, rotbraunen Knospen, die vom Zweig abstehen. Je zwei dreikantige Bucheckern sitzen in einem weich bestachelten Becher, der sich vierklappig öffnet. Den Namen trägt der Baum nach seinem rötlichen Holz, nicht nach dem Laub.
Ohne Zutun des Menschen wäre Mitteleuropa auf den meisten Standorten von Buchenwäldern bedeckt. Die Buche verträgt viel Schatten, verjüngt sich meist von selbst und wird auch durch den Eichelhäher weit verbreitet. Ihr Holz vermorscht im Freien rasch und taugt nicht für den Hochsitzbau.
In Mastjahren sind die fettreichen Bucheckern begehrte Äsung, vor allem für Schwarzwild. Hasen verbeißen junge Buchen gern, und Rotwild schält die dünne Rinde bis in ein höheres Alter als bei der Fichte. Ein zwischen den Daumen gespanntes Buchenblatt dient beim Blatten als einfaches Lockinstrument. Bruchgerecht ist die Buche nicht.