Wildbiologie · Jägersprache

Sperber

auch: Accipiter nisus, Sprinz (Männchen)

Der Sperber (Accipiter nisus) ist ein kleiner, wendiger Greifvogel der Wälder und Deckungen, der vor allem Kleinvögel schlägt und dem größeren Habicht in Gestalt und Jagdweise stark ähnelt.

Was für ein Vogel ist der Sperber?

Der Sperber gehört mit dem Habicht zur Gattung Accipiter und zählt zu den Greifvögeln im engeren Sinn. Beide sind Wald- und Deckungsjäger: Kurze, runde Schwingen und ein langer Stoß erlauben ihnen blitzschnelle Wendungen zwischen Bäumen, Hecken und Gebäuden. Jagdlich gelten sie als Pirsch- und Startflugjäger und zugleich als Grifftöter. Die Nahrung des Sperbers besteht hauptsächlich aus Kleinvögeln. Das Männchen heißt in der Jägersprache Sprinz. Der Sperber ist kein Bodenbrüter.

Sperber und Habicht unterscheiden

Beide Arten sehen sich ähnlich und jagen auf gleiche Weise, unterscheiden sich aber in der Größe. Der Sperber wirkt zierlicher, hat einen kleineren Kopf und einen weniger massigen Gesamteindruck. Das erwachsene Sperbermännchen trägt eine rostrote bis orange quergebänderte Unterseite, während der Habicht fein quergebändert ist. Hinzu kommt der umgekehrte Geschlechtsdimorphismus: Bei beiden Arten sind die Weibchen deutlich größer als die Männchen. Das birgt eine Falle, denn ein großes Sperberweibchen kann für einen Habicht gehalten werden. Als Vorteil der Größenunterschiede gelten die bessere Nutzung unterschiedlicher Beute im selben Revier und ein besseres Wärmen der Eier. Vom Baumfalken unterscheidet sich der Sperber unter anderem durch das Fehlen des Falkenzahns am Oberschnabel.

Schutz und Falknerei

Der Sperber ist mit der Jagd ganzjährig zu verschonen. Für die Falknerei regelt die Bundeswildschutzverordnung, welche Greifvögel Inhaber eines Falknerjagdscheins halten dürfen; Ausnahmen kann die Behörde zulassen. Voraussetzung ist ein gültiger Falknerjagdschein; erlaubt sind höchstens zwei Greifvögel insgesamt, die dauerhaft zu kennzeichnen sind. Bestand, Zugänge und Abgänge müssen der Behörde schriftlich angezeigt werden.

„Sperber“ in der Jägerprüfung

Typisch sind Fragen, die Sperber und Habicht als ähnliche Arten mit verschiedener Körpergröße erkennen lassen, nach dem Begriff Sprinz, nach der Hauptnahrung und nach den Vorteilen der größeren Weibchen. Auch Jagdweise (Pirsch- und Startflug, Grifftöter), die ganzjährige Schonung, die Abgrenzung zum Falken über den Falkenzahn und die Falknerei-Regel der Bundeswildschutzverordnung kommen vor.

Häufige Fragen zu „Sperber“

Was ist der Unterschied zwischen Sperber und Habicht?

Der Habicht ist deutlich größer und kräftiger und schlägt Tauben, Krähenvögel, Fasane oder Kaninchen. Der Sperber ist kleiner, zierlicher und jagt vor allem Kleinvögel.

Was bedeutet Sprinz?

Sprinz ist die jägersprachliche Bezeichnung für das Männchen des Sperbers. Es ist deutlich kleiner als das Weibchen.

Darf man einen Sperber für die Falknerei halten?

Ja, mit gültigem Falknerjagdschein. Er zählt zu den vier zulässigen Arten, die Gesamtzahl ist auf zwei Greifvögel begrenzt.

„Sperber“ kommt in 22 Prüfungsfragen vor

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Redaktion Jagdprüfung.de · Stand: 27.09.2026. Dieser Eintrag wurde mit KI-Unterstützung auf Grundlage unserer eigenen Wissensartikel verfasst und automatisiert gegen diese Quellen geprüft. Er ersetzt nicht die für dein Bundesland geltenden Vorschriften. KI-Transparenz · Redaktion

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