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Lexikon
Jagdpraxis · Jägersprache·Mittlere Prüfungsrelevanz

Gamsbart

auch: Gemsbart

Traditioneller Trachtenschmuck aus den langen Rückenhaaren der Gemse (Gams).

Der Gamsbart besteht aus den langen, dunkel gefärbten Haaren des Rückenstrangs der Gemse und wird als Ziergesteck am Trachtenhut getragen. Er gilt als Statussymbol in der alpinen Jagdkultur. Qualität richtet sich nach Länge, Dichte und Farbe der Haare – je dunkler und länger, desto wertvoller.

Definition

Der Gamsbart besteht aus den langen, spitz zulaufenden Haaren des Rückenstrangs der Gemse (Rupicapra rupicapra). Diese Haare sind beim Bock besonders lang und dunkel. Sie werden nach dem Erlegen sorgfältig entnommen, gebündelt und zu einem Ziergesteck gebunden. Der fertige Gamsbart wird traditionell an der linken Seite des Trachtenhuts befestigt.

Herstellung und Verwendung

Die Qualität eines Gamsbarts richtet sich nach Länge, Dichte und Farbe der Haare. Alte Böcke liefern die schönsten Bärte. Das Binden erfolgt durch Spezialisten (Bartbinder). Neben dem echten Gamsbart aus Gamshaar sind im Handel Imitationen aus Ziegenhaaren oder Kunstfasern erhältlich, die rechtlich zulässig sind.

Prüfungswissen

In der Jägerprüfung ist der Gamsbart Teil der Trophäenkunde des Gamswildes. Merke: Der Gamsbart stammt aus dem Rückenstrang, nicht aus dem Gesicht des Tieres. Der Begriff 'Bart' bezeichnet lediglich die äußere Form des Ziergestecks, nicht den Ort der Haarentnahme.

Relevante Wildarten

Gamswild