Gamsbart
Ein Gamsbart ist ein pinselförmig gebundener Hutschmuck aus den langen Rückenhaaren des Gamsbocks im Winterhaar.
Die Haare wachsen entlang der Rückenlinie und werden im Winter bis etwa 20 cm lang. In der Brunft stellt der Bock sie auf, wirkt dadurch größer und zeigt Rivalen seinen Rang. Gerupft wird der Bart am frisch erlegten Stück, am besten noch vor dem Aufbrechen.
Wertvoll ist ein Bart aus langen, dichten Haaren mit hellen Spitzen, dem Reif. Für einen großen Gamsbart braucht der Gamsbartbinder die Haare mehrerer Böcke. Beim Schwarzwild bindet man auf ähnliche Weise den Saubart aus den Federn des Rückens.
Verwandte Begriffe
GamswildGamswild ist die jagdliche Bezeichnung für die Gämse, einen ziegenartigen Hornträger der Gebirge, bei dem Bock und Geiß Krucken tragen.TrophäeEine Trophäe ist ein haltbarer Teil eines erlegten Stückes, den der Jäger als Erinnerung aufbewahrt, etwa Geweih, Gehörn, Keilerwaffen oder Grandeln.FedernFedern heißen in der Jägersprache die langen Borsten auf dem Rücken des Schwarzwildes, besonders auf dem Widerrist.WinterhaarWinterhaar heißt das dichte Haarkleid, das sich Haarwild im Herbst zulegt; beim Schalenwild spricht man von der Winterdecke.BrunftBrunft heißt in der Jägersprache die Paarungszeit des Schalenwildes, vor allem bei Rot-, Dam- und Sikawild, aber auch bei Gams- und Muffelwild.Jagdliches BrauchtumJagdliches Brauchtum umfasst die überlieferten Sitten, Zeichen und Rituale der Jäger, von der Jägersprache über Brüche und Jagdsignale bis zur Strecke.