Sonnentau
Sonnentau ist eine kleine fleischfressende Moorpflanze, die mit klebrigen Drüsenhaaren auf den Blättern Insekten fängt und verdaut.
Am häufigsten ist der Rundblättrige Sonnentau. Seine rundlichen Blätter messen nur einen halben bis knapp zwei Zentimeter und liegen als flache Rosette dem Moos auf. Jedes trägt rund 200 rote Tentakel, deren Köpfchen einen glänzenden Fangschleim ausscheiden. Kleben Mücken oder Fliegen daran fest, krümmen sich die Tentakel langsam zur Blattmitte, und das Blatt verdaut die Beute. Von Juni bis August stehen kleine weiße Blüten auf einem dünnen, einseitig eingerollten Stiel.
Mit dem Insektenfang gleicht die Pflanze den Stickstoffmangel ihres Standorts aus. Sie wächst in Hoch- und Zwischenmooren auf nassen Torfmoospolstern und auf offenem, feuchtem Torf. Mit der Entwässerung und dem Abbau der Moore ist sie vielerorts selten geworden. Alle heimischen Sonnentau-Arten sind besonders geschützt.
Verwandte Begriffe
- MoorEin Moor ist ein dauerhaft nasser Lebensraum, in dem abgestorbene Pflanzen unter Luftabschluss nicht vollständig zersetzt werden, sondern sich als Torf ablagern.
- FeuchtgebietFeuchtgebiet ist der Sammelbegriff für Lebensräume, die dauernd oder zeitweise von Wasser geprägt sind, etwa Moore, Sümpfe, Feuchtwiesen und flache Gewässer.
- BundesartenschutzverordnungDie Bundesartenschutzverordnung stellt zahlreiche heimische Tier- und Pflanzenarten unter besonderen oder strengen Schutz und regelt ihren Besitz und ihre Haltung.
- ArtenschutzArtenschutz umfasst alle rechtlichen und praktischen Maßnahmen, die wildlebende Tier- und Pflanzenarten und ihre Lebensstätten vor Beeinträchtigungen bewahren.
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