Torfmoos
Torfmoose sind Moose nasser, saurer und nährstoffarmer Standorte, die riesige Wassermengen speichern und mit ihren abgestorbenen Teilen Torf und Hochmoore aufbauen.
Die weichen, bleichgrünen, gelblichen oder roten Polster bestehen aus aufrechten Stämmchen, die oben ein dichtes Köpfchen und darunter büschelige Ästchen tragen. Ihre rippenlosen Blättchen enthalten neben lebenden grünen Zellen große leere Zellen, die sich wie ein Schwamm mit Wasser füllen. Oben wachsen die Pflanzen ständig weiter, unten sterben sie unter Luftabschluss ab und zersetzen sich nur unvollständig, so entsteht Torf. Dabei säuern sie ihre Umgebung an und verdrängen anspruchsvollere Pflanzen.
Ohne Torfmoose gäbe es keine Hoch- und Zwischenmoore, in denen etwa Sonnentau, Wollgras und Rosmarinheide wachsen. Seit der Entwässerung und dem Torfabbau sind sie stark zurückgegangen. Alle heimischen Torfmoos-Arten sind besonders geschützt.
Verwandte Begriffe
Mit künstlicher Intelligenz erzeugte AbbildungSonnentau
Mit künstlicher Intelligenz erzeugte AbbildungWollgras
- MoorEin Moor ist ein dauerhaft nasser Lebensraum, in dem abgestorbene Pflanzen unter Luftabschluss nicht vollständig zersetzt werden, sondern sich als Torf ablagern.
- FeuchtgebietFeuchtgebiet ist der Sammelbegriff für Lebensräume, die dauernd oder zeitweise von Wasser geprägt sind, etwa Moore, Sümpfe, Feuchtwiesen und flache Gewässer.
- BundesartenschutzverordnungDie Bundesartenschutzverordnung stellt zahlreiche heimische Tier- und Pflanzenarten unter besonderen oder strengen Schutz und regelt ihren Besitz und ihre Haltung.
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